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Beiträge zum Islamischen Recht XI

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Edited By Irene Schneider and Thoralf Hanstein

Der Band enthält die auf der Jahrestagung der «Gesellschaft für Arabisches und Islamisches Recht» (GAIR) im Oktober 2015 an der Universität Göttingen gehaltenen Vorträge. Thema der Tagung war «Genderforschung und Genderfragen im islamischen Recht». Die Vorträge werden ergänzt um zwei weitere, themenrelevante Fachbeiträge. Die Autoren gehen in den Beiträgen zum einen der Frage nach, welche Rolle und Bedeutung die Geschlechterforschung im Recht hat. Zum anderen wird anhand empirischer Beispiele die Geschlechterstellung im deutschen Recht und im islamischen Recht – in Deutschland und in der muslimischen Welt – definiert und diskutiert.

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Geschlechterrollen in Ehe und Familieim Wandel der Zeit und des Rechts1

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1. Einführung

Das Grundgesetz enthält in Art. 3 Abs. 2 S. 1 i.V.m. Abs. 3 S. 1 GG ein Diskriminierungsverbot, d. h. ein Verbot, Männer und Frauen wegen ihres Geschlechts rechtlich unterschiedlich zu behandeln.2 Dies ist Ausdruck der gleichen Würde3 von Mann und Frau und der ihnen damit zukommenden Autonomie. Dies gilt auch gerade für den Bereich von Ehe und Familie. Darüber hinaus normiert Art. 3 Abs. 2 GG einen Gleichstellungsauftrag, der darauf gerichtet ist, die Gleichstellung von Mann und Frau auch in der gesellschaftlichen Wirklichkeit, also im realen Leben, durchzusetzen.

2. Adressat und Inhalt des Diskriminierungsverbots

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