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Die Kunst des Dialogs

Gedenkschrift für Michael Fischer

Stephan Kirste, Hanna Maria Kreuzbauer, Ingeborg Schrems, Michaela Strasser and Silvia Traunwieser

Das Buch ist dem am 1. Juni 2014 verstorbenen Salzburger Rechts- und Sozialphilosophen Michael Fischer gewidmet. Die Beiträge würdigen die Person und Bedeutung Michael Fischers und bilden seine wichtigsten Interessensgebiete schwerpunktartig ab. Die Autorinnen und Autoren behandeln dabei ein breites Themenspektrum, das sich von Mozart-Opern über Humanität und Moral bis zu wirtschaftlichen, politischen und rechtsphilosophischen Fragen spannt.

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Die EU und Russland – Die Kunst des Dialogs (Michael Geistlinger)

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Michael Geistlinger

Die EU und Russland – Die Kunst des Dialogs

1. Einleitende Bemerkungen

Betrachtet man die Herangehensweise der Europäischen Kommission an Russland seit dem Ende der Sowjetunion, so fühlt man sich mitten in Michael Fischers Analyse von „Vernunft als Norm“ versetzt. In einem Kapitel ziemlich am Anfang seiner Studie schildert Fischer die aufklärerische Vernunft und zeigt den Beitrag auf, den Moses Mendelssohn und Immanuel Kant für einen transzendentalen Begründungszusammenhang von Aufklärung und Fortschritt leisteten: „Dass die Welt im Ganzen immer zum Besseren fortschreitet, dies anzunehmen berechtigt uns keine Theorie, wohl aber die reine praktische Vernunft.“1 Ab Kant gab es mithin nicht mehr mehrere Geschichten, mehrere Revolutionen, mehrere Freiheiten, mehrere Fortschritte, sondern nur mehr einen, „den Fortschritt“. Fortschritt wurde zum theoretischen Legitimationstitel für politisches Handeln, ein universalistisches Monopol war geschaffen.2

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