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Boccaccios «De mulieribus claris»

Einführung und Handbuch

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Heinz Willi Wittschier

Dieses Handbuch untersucht Boccaccios «De mulieribus claris» umfassend und kann so zeigen, dass sich das Werk über 106 besondere Frauen als «präfeministisch» erweist. Die unterstellte Misogynie Boccaccios ist einer Unkenntnis des lateinischen Originals oder eklektizistischem Umgang mit bloßen Fragmenten geschuldet. Umfassende Analysen von Übersetzungen und Forschungen erhellen jenen Irrtum: Boccaccio hatte, anders als Petrarca, ein bipolares Verständnis vom Menschen und setzte das Weltbild Plutarchs als gemeinsames Agieren von Männern und Frauen humanistisch fort. Vergleichende Blicke auf Christine de Pizans «Cité des Dames» zeigen, dass ein nur von und für Frauen vertretener Feminismus kein ausgewogenes Begreifen der Welt ermöglicht.

Das Handbuch schließt mit einer kommentierten Bibliographie zu Werk, Autor und angrenzenden Themenkreisen.

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9. Studienführer zu De mulieribus claris (=‑DMC)

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9. Studienführer zu De mulieribus claris (=-DMC)

[Die LeserInnen unserer romanistischen Standardwerke wissen, dass unsere bibliographischen ‘Studienführer’ nie nur simple oder gar anonyme Literaturlisten anbieten. Jene Buchteile bilden elementares Zubehör der philologischen Diskussionen und sie dokumentieren ungewöhnlich exakt und vollständig den Umgang mit vorausgegangenen Forschungsleistungen anderer VerfasserInnen. Im Zeitalter des Internets – eines Mediums der verlockenden Totalität, aber auch des rasanten Vergessens und fataler Flüchtigkeit – garantieren unsere bibliographischen Beschreibungen den Fortbestand einer schriftlich erbrachten und immer auch persönlichen Wissenschaftskultur.

De mulieribus claris ist Boccaccios Beitrag zur Deutung der Menschheitsgeschichte; er fand in vielen Ländern Europas sowie in der übrigen Welt große Aufmerksamkeit und regte zu zahlreichen Studien an. Es war deshalb schwer, den so entstandenen, gewaltigen Stoff bibliographisch einigermaßen vollständig zu erfassen, denn das ursprünglich lateinische Kompendium beeinflusste keineswegs nur Literaten, sondern auch mannigfaltige andere Bereiche der Kultur sowie verschiedener Wissenschaften. Leicht zu erreichen war ebenfalls nicht die komplette Zusammenstellung (sowie exakte Beschreibung) aller Texteditionen und Übersetzungen in die keineswegs wenigen Fremdsprachen.]

Gliederung des folgenden Studienführers zu De mulieribus claris (= DMC)

1. Ausgaben des lateinischen Textes von De mulieribus claris (= DMC).

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