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Boccaccios «De mulieribus claris»

Einführung und Handbuch

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Heinz Willi Wittschier

Dieses Handbuch untersucht Boccaccios «De mulieribus claris» umfassend und kann so zeigen, dass sich das Werk über 106 besondere Frauen als «präfeministisch» erweist. Die unterstellte Misogynie Boccaccios ist einer Unkenntnis des lateinischen Originals oder eklektizistischem Umgang mit bloßen Fragmenten geschuldet. Umfassende Analysen von Übersetzungen und Forschungen erhellen jenen Irrtum: Boccaccio hatte, anders als Petrarca, ein bipolares Verständnis vom Menschen und setzte das Weltbild Plutarchs als gemeinsames Agieren von Männern und Frauen humanistisch fort. Vergleichende Blicke auf Christine de Pizans «Cité des Dames» zeigen, dass ein nur von und für Frauen vertretener Feminismus kein ausgewogenes Begreifen der Welt ermöglicht.

Das Handbuch schließt mit einer kommentierten Bibliographie zu Werk, Autor und angrenzenden Themenkreisen.

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14. Gender Studies, Frauenforschung, Literatur von Frauen

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14. Gender Studies, Frauenforschung, Literatur von Frauen.

F 120 Frances [1915–2013] and Joseph [1916–2006] Gies, Women in the Middle Ages, New York (Thomas Y. Crowell Company) 11978, VIII + 264 S., 21,0 × 14,1 × 2,4 cm, ISBN 0–690-01724-3, Hardcover [Das Werk besteht aus einem ersten, allgemeinen bzw. Grundlagen schaffenden sowie einem zweiten, verschied. Persönlichkeiten gewidmeten Teil. Es handelt sich um ein für ein amerikanisches, also weit von Europa entferntes Publikum aufschlussreiches Werk, welches so beliebt war, dass es 13 (!) unveränd. Nachdrucke erlebte (131998). Da das Ehepaar breite Kenntnisse von der Kultur des MAs besaß, versteht man nicht, dass nicht an einer einzigen Stelle die Existenz des Buches von Bocc. erwähnt wird: DMC wird also tot geschwiegen. So entstand der Eindruck, dass sich F. u. J. Gies erstmals mit bedeutenden Frauen der Vergangenheit beschäftigten. Die Nichtberücksichtigung von DMC bedauert man umso mehr, als seit 1963 dort die amerikan. Übers. von Guido A. Guarino vorlag (↗ Ü 27) und dass der Italiener Dante durchaus en passant erwähnt wird. Aufbau/Inhalt: Part One: The Background (1. Women in History; W. in the Early Middle Ages; 3. W. and Feudalism: Eve and Mary.). Part Two: The Women (5. Hildegarde←487 | 488→ of Bingen; 6. Blanche of Castile; 7. Eleanor de Monfort; 8. Piers Plowman’s Wife; 9. Agnes li Patiniere of Douai; 10. Margherita Datini; 11. Margaret Paston; 12. The Middle Ages and After). Notes. Bibliography. Index.].

F 121 Heinz Willi Wittschier,...

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