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Nutzung gestaltet Raum

Regionalhistorische Perspektiven zwischen Stormarn und Dänemark

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Edited By Oliver Auge and Norbert Fischer

Der Band versammelt in sich die Beiträge einer interdisziplinär angelegten, von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel/Abteilung für Regionalgeschichte mit Schwerpunkt Schleswig-Holstein, der Universität Hamburg/Institut für Volkskunde/Kulturanthropologie und der Stadt Ahrensburg veranstalteten Gemeinschaftstagung. Die einzelnen Beiträge beleuchten aus politik-, sozial-, wirtschafts-, umwelt-, kultur- und mentalitätsgeschichtlicher Perspektive die Region Stormarn zwischen den Hansestädten Hamburg und Lübeck, die über Jahrhunderte im Spannungsfeld unterschiedlicher Herrschaftsansprüche und Einflusssphären lag.

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Ackerbau, Viehzucht und Mühlengewerbe als raumprägende Faktoren im Stormarn der Frühen Neuzeit (Klaus Schlottau)

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Klaus Schlottau

Ackerbau, Viehzucht und Mühlengewerbe als raumprägende Faktoren im Stormarn der Frühen Neuzeit

Wie unterschied sich das Stormarn der Frühen Neuzeit in den Strukturen des gleichen Raumes von jenen im Mittelalter? Als raumprägende Faktoren traten in diesem Zeitraum mutmaßlich Veränderungen in der Landwirtschaft und in der Ressourcennutzung durch die beiden benachbarten Städte Lübeck und Hamburg auf.1 Konstant blieb, abgesehen von der politischen Herrschaft, die naturräumliche Gliederung, die durch die Weichsel-Kaltzeit mit ihren gestaffelten Gletschervorstößen entstanden war. Im Norden und Osten, aber auch weit in den südlichen Teil des Untersuchungsgebietes hineinragend, dominierte eine Moränenlandschaft, während im Westen weitflächige Sander das Landschaftsbild prägten, so dass das Gelände von Ost nach West von ca. 60 auf 20 m über NN abfiel.2 Der Norden des Untersuchungsgebietes wurde von der Trave und ihren Nebenflüssen, Norder- und Süder-Beste, entwässert; im Süden entwässerte die Bille mit ihren Nebenbächen, insbesondere der Glinder Au, während im Westen die Zuflüsse zur Alster gerichtet waren. Laubwälder bedeckten im Mittelalter noch weite Flächen, unterbrochen nur durch wenige inselartige dörfliche Fluren. Im 19. Jahrhundert sind die Wälder bis auf wenige Ausnahmen – z.B. Hahnheide sowie Hag und Beimoor bei Ahrensburg – abgeholzt und in die landwirtschaftliche Nutzung übernommen worden. Moore waren entwässert und abgetorft, der Ortstein der Heiden war maschinell aufgebrochen und mit Nadelwaldsaat aufgeforstet worden.3...

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