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Finanzwirtschaftliche Erfolgsanalyse deutscher Stadtwerke

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Frank Pieper

Dieses Buch analysiert die wirtschaftliche Entwicklung der deutschen Stadtwerke seit Beginn der Liberalisierung und identifiziert zentrale Erfolgsfaktoren dieser Unternehmen. Es zeigt die historische Entwicklung und heutige Rolle der Stadtwerke auf, gewährt Einblicke in ihr umfangreiches Leistungsspektrum und erörtert, was Erfolg für Stadtwerke bedeutet. Eine umfangreiche Kennzahlenanalyse zeigt, dass sich die Finanz- und Ertragslage der Stadtwerke noch auf einem soliden Niveau bewegt. Die Branche befindet sich jedoch auf Krisenkurs. Mittels multivariater Regressionsanalysen untersucht der Autor fünfzehn potenzielle Erfolgsfaktoren in sieben Wirkungsbereichen. Die Ergebnisse erlauben auch Ausblicke auf die mögliche weitere Entwicklung der Branche.

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6 Grenzen der vorliegenden Analysen

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Im Folgenden wird die Aussagekraft der Ergebnisse der in der vorliegenden Arbeit durchgeführten Analysen kritisch beleuchtet und wesentliche, offen gebliebene Fragen werden aufgeführt.

Bevor hierzu der Fokus auf die zahlenbasierten Analysen der Kapitel 4 und 5 gelegt wird, die den Hauptteil der vorliegenden Arbeit ausmachen, soll zunächst noch einmal auf den Vergleich der kommunalen Versorgungstrukturen anderer Staaten mit der deutschen Stadtwerke-Branche in Kapitel 2 eingegangen werden. Bei diesem internationalen Vergleich, der exemplarisch Gemeinsamkeiten und Unterschiede kommunaler EVU aufzeigt, können zunächst Größe und Auswahl der Stichprobe kritisiert werden. Zwar wird der Schwerpunkt auf die Stromversorgung und die Entwicklung der nationalen Strommärkte seit deren Öffnung gelegt – was die Anzahl der in Frage kommenden Staaten einschränkt. Dennoch deckt die Stichprobe mit elf betrachteten Nationen zwar ein breites, jedoch kein umfassendes Spektrum ab. Wesentlicher Kritikpunkt dürfte jedoch sein, dass im Rahmen der vorliegenden Arbeit nicht beantwortet wird, welche Auswirkungen die unterschiedlichen internationalen Entwicklungen auf den wirtschaftlichen Erfolg der jeweiligen kommunalen Versorgungsunternehmen haben. Diese Frage könnte Gegenstand weiterer wissenschaftlicher Analysen sein. Da Kapitel 2 zeigt, dass es in einigen anderen Staaten Versorgungsstrukturen gibt, die mit den deutschen Stadtwerken durchaus vergleichbar sind, liegt es nahe, die weiteren in dieser Arbeit vorgestellten Analysen für andere Länder zu wiederholen – auch, um die Stabilität der Ergebnisse zu überprüfen.

In Kapitel 4 werden zunächst die zeitlich variierenden Rahmenbedingungen der Stadtwerke und die daraus resultierenden Marktphasen seit Beginn der Liberalisierung...

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