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Nostalgie / Nostalgia

Imaginierte Zeit-Räume in globalen Medienkulturen / Imagined Time-Spaces in Global Media Cultures

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Edited By Sabine Sielke

Nostalgie boomt – als kulturelles Phänomen wie als Forschungsgegenstand. Was aber ist und wie wirkt Nostalgie? Dieses Buch zeigt auf, wie Nostalgie die Zeit anzuhalten sucht und unsere Wahrnehmung steuert. Eng verknüpft mit dem Aufkommen neuer Medientechnologien und Prozessen des Konsums schaffen Nostalgie und Retro imaginierte Zeit-Räume, die Vergangenes neu erfinden und sich Zukünftigem öffnen.

Nostalgia booms – both as cultural phenomenon and as research object. Yet what is nostalgia, and how does it work? This book shows how nostalgia aims at arresting time and channels our perception. Inextricably entwined with the rise of new media technologies and processes of consumption, nostalgia and retro create imagined time-spaces which reinvent the past and face the future.

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Ghouls ’n Ghosts – Medium ’n Form: Retroästhetik in digitalen Medien (Bettina Schlüter)

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Bettina Schlüter

Ghouls ’n Ghosts – Medium ’n Form: Retroästhetik in digitalen Medien

Abstract: Building on Niklas Luhmann’s concepts of “medium” and “form,” this essay discusses the proliferating interest in retro gaming and related retro aesthetics. Digital representation methods ubiquitous in the 1980s and 90s are being transformed into retro phenomena that preserve the old aesthetic norms within current technological, i.e., especially graphic standards.

Auf dem Kongress Die Untoten – Life Sciences & Pulp Fiction, der 2011 in Hamburg stattfand, wurde – auch im Sinne einer ‚wiederzubelebenden‘ Tradition der Popularisierung von Wissenschaft – die Frage nach der Figur des Wiedergängers gestellt. Aus Sicht einer Medienanthropologie wurden dort Zombies, Vampire, Ghule und Geister als Provokateure etablierter Identitäten, Grenzordnungen und dominanter ästhetischer, politischer, medizinischer Regime gedeutet. Dieser Gedanke ist jedoch keineswegs neu, sondern hat viele Vorläufer – etwa bei Ernst Mach, der bereits 1886 die Markierung fester Grenzen und binärer Oppositionen durch eine variablere Figur ersetzt:

Aus diesem Gewebe tritt das relativ Festere und Beständigere hervor, es prägt sich dem Gedächtnisse ein, und drückt sich in Sprache aus. […] Absolut beständig sind solche Komplexe keineswegs. […] [A]uch das Ich [ist] nur von relativer Beständigkeit. Die scheinbare Beständigkeit des Ich besteht vorzüglich nur in der Kontinuität, in der langsamen Änderung. […] Was wir am Tode so sehr fürchten, die Vernichtung der Beständigkeit, das tritt im Leben schon in reichlichem Maße ein. (Mach 2–4)...

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