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Religion und Politik

Historische und aktuelle Konstellationen eines spannungsvollen Geflechts

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Jörg Dierken and Dirk Evers

Religion und Politik bilden seit jeher ein spannungsvolles Geflecht wechselseitiger Begründungs- und Abgrenzungsprozesse. Die in diesem Band versammelten Autoren beleuchten historische und aktuelle Konstellationen dieser Prozesse durch die Verschränkung von systematischen und historischen Perspektiven. So reicht die Spannweite der Beiträge von der Frühzeit des Christentums über die Reformation bis hin zu Schelling, Schleiermacher, Troeltsch und Barth, während gleichzeitig aktuelle Debatten u.a. zur Theologie in der DDR, zur Bedeutung der Menschenrechte, zum Konzept der inneren Führung und zur Flüchtlingsdebatte kritisch nachgezeichnet werden.

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Sozialstruktur und Politik: Schleiermacher als Prediger des Alten Testaments

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Marianne Schröter

Sozialstruktur und Politik

Schleiermacher als Prediger des Alten Testaments

Abstract Schleiermacher’s examination of the Old Testament in his sermons focuses on main concepts and attempts to translate and apply them to the conditions of contemporary Christian reception. The civil religious meaning, which he attributes to the Old Testament texts, is particularly emphasized. In the context of the collective duty of shaping society, the Old Testament reveals patterns which can nourish social identity and help regulate societal connections.

Zu den heikelsten Gegenständen einer jeden Schleiermacher-Interpretation gehört wohl dessen Bestimmung des Verhältnisses von Christentum und Judentum und – damit verbunden – die Frage der christlichen Bedeutung des Alten Testaments.1 Dies wurde schon von den Zeitgenossen so empfunden, ich erinnere nur an die mehrjährige Debatte mit Ernst Wilhelm Hengstenberg um die Rolle der messianischen Weissagungen für den christlichen Glauben.2 Selbst Schleiermachers Freunde und Schüler versuchten, möglichen Missverständnissen der von ihm vorgenommenen Verhältnisbestimmung durch genauere Ausführungen oder Abschwächungen zu wehren.3

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