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Das Wechselmodell

Geltendes Recht und Reformbedarf

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Dragana Damljanovic

Einhergehend mit einem gewandelten Rollenverständnis von Mann und Frau und einem wachsenden Interesse von Vätern an der Kindesbetreuung wird eine Betreuung im sogenannten Wechselmodell für Eltern nach Trennung oder Scheidung zunehmend attraktiver. Bei diesem Arrangement betreuen die Eltern das Kind zu in etwa gleichen Anteilen. Während in vielen ausländischen Rechtssystemen das Wechselmodell gesetzlich verankert ist, fehlt im deutschen Recht eine einschlägige Regelung. Die Autorin widmet sich daher der Frage, ob sich die Kindesbetreuung im Wechselmodell mit den geltenden Vorschriften praktikabel umsetzen lässt oder ob Reformbedarf für den Gesetzgeber besteht. Dabei werden auch aktuelle sozialwissenschaftliche und psychologische Erkenntnisse berücksichtigt.

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Erstes Kapitel: Betreuungsmodelle nach Trennung der Eltern

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Erstes Kapitel: Betreuungsmodelle nach Trennung der Eltern

Den Eltern steht es grundsätzlich frei, zu entscheiden, welcher Elternteil das Kind in welchem Umfang nach ihrer Trennung betreut bzw. Umgang mit diesem hat. Das Gesetz regelt einerseits die Voraussetzungen für Erhalt und Entziehung der elterlichen Sorge (§§ 1626 ff. BGB) und andererseits das zwischen Eltern und Kind bestehende Recht auf Umgang (§ 1684 BGB). Die konkrete Ausgestaltung in Form eines Betreuungsarrangements ist den Eltern jedoch kraft ihrer aus Art. 6 Abs. 2 S. 1 GG zustehenden Elternautonomie selbst überlassen.17 In der juristischen Praxis werden die verschiedenen Betreuungsvarianten für Kinder von getrenntlebenden Eltern in drei Modelle untergliedert.

A.  Residenzmodell

I.   Ausgestaltungen

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