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Das Wechselmodell

Geltendes Recht und Reformbedarf

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Dragana Damljanovic

Einhergehend mit einem gewandelten Rollenverständnis von Mann und Frau und einem wachsenden Interesse von Vätern an der Kindesbetreuung wird eine Betreuung im sogenannten Wechselmodell für Eltern nach Trennung oder Scheidung zunehmend attraktiver. Bei diesem Arrangement betreuen die Eltern das Kind zu in etwa gleichen Anteilen. Während in vielen ausländischen Rechtssystemen das Wechselmodell gesetzlich verankert ist, fehlt im deutschen Recht eine einschlägige Regelung. Die Autorin widmet sich daher der Frage, ob sich die Kindesbetreuung im Wechselmodell mit den geltenden Vorschriften praktikabel umsetzen lässt oder ob Reformbedarf für den Gesetzgeber besteht. Dabei werden auch aktuelle sozialwissenschaftliche und psychologische Erkenntnisse berücksichtigt.

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Viertes Kapitel: Kindesunterhalt und Umgangskontakte

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Viertes Kapitel: Kindesunterhalt und Umgangskontakte

A.  Grundzüge des Kindesunterhaltsrechts

I.  Voraussetzungen des Unterhaltsanspruchs

Allgemeine Voraussetzungen des Unterhaltsanspruchs des Kindes (§§ 1601, 1589 Abs. 1 S. 1 BGB) sind dessen Bedürftigkeit (§ 1602 BGB) und die Leistungsfähigkeit der unterhaltsverpflichteten Eltern (§ 1603 BGB). Im Kindesunterhaltsrecht lassen sich aufgrund unterschiedlicher Voraussetzungen und Bemessungen des Unterhalts drei Gruppen herausbilden: Minderjährige Kinder, sog. privilegiert volljährige Kinder (Kinder, die zwischen 18 und 21 Jahre alt sind, im Haushalt der Eltern leben und sich in der allgemeinen Schulausbildung befinden) und sonstige volljährige Kinder.

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