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Rosenflor des Geheimnisses Gulšan-i Rāz

Übersetzt und herausgegeben von Joseph von Hammer-Purgstall. Neu herausgegeben und aus dem Persischen ins Türkische übersetzt von Fatih Ermiş

Series:

Maḥmūd Šabistarī

Edited By Joseph von Hammer-Purgstall and Fatih Ermiş

Das «Gulšan-i Rāz» – «Rosenflor des Geheimnisses» – von Maḥmūd Šabistarī wird gemeinhin als eine Einführung in die islamische Mystik betrachtet. Das Lehrgedicht besteht aus Antworten auf fünfzehn Fragen, die von Sufi-Šayḫ Amīr Ḥusaynī gestellt wurden. Das Werk weist eine gegliederte Struktur mit einer Einführung, einer Analyse der Begriffe und einer Schlussbemerkung auf. In dieser Ausgabe findet der Leser eine überarbeitete Version des Rosenflors des Geheimnisses, die von dem österreichischen Pionier der Orientforschung Joseph von Hammer-Purgstall übersetzt wurde, und eine türkische Versübersetzung.

Gülşen-i Râz, Mahmûd Şebüsterî’nin Horasan’dan Şeyh Emir Hüseynî’nin on beş adet sorusuna verdiği cevaplardan oluşur. Bu kitapta Gülşen-i Râz’ın açıklamalı Türkçe manzûm bir tercümesini bulacaksınız.

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Neunte Frage

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510 Was ist nothwendiger, was möglicher Genuß?Was Ferneseyn und Näh’, was Mangel, Überfluß?

Antwort auf die neunte Frage

Vernimm nun unverfälscht von mir die heil’ge Sage,Verlustig gingst der Näh’ durch deiner Selbstheit Lage.

Da alles Seyn empor taucht aus des Nichtseyns Meer,Entsteht die Fern’ und Näh, das Minder und das Mehr.

Derjenige ist nah, den schon das Licht umsprüht1,Der ferne, der im Nichtseyn für das Seyn nicht glüht.

Fällt von dir selbst ein Licht in deine Wüsteneyen,So wird es dich vom Seyn2, dem eigenen befreyen.

515 Was kommt für dich heraus aus dem Nichtseyn und Seyn?Als jetzt die Nacht der Furcht und dann der Hoffnung Schein.

Es wird sich fürchten nicht vernünft’ger Mann, der weiß,Die Amme3 macht dem Kind durch Furcht bald kalt, bald heiß.

Der Furcht ist ledig, wer durchdrungen von der Pflicht,Denn ein arabisch Pferd bedarf der Geißel nicht.←109 | 110→

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