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Großstadtglaube

Katholische Präsenz in Berlin

Thomas Brose

Großstadt = Gottlosigkeit? Sind die spätmodernen Metropolen mit ihren Lebensrhythmen überhaupt dafür geeignet, Spiritualität und Glaube eine Chance zu geben? Braucht Religion den Exodus aufs Land?

Tatsächlich sind Religion und Urbanität, das Sakrale und das Säkulare, historisch auf das engste miteinander verknüpft. Am Beispiel Berlins zeigt die Publikation, was sich daraus für die Entwicklung einer zeitgenössischen (katholischen) Theologie ableiten lässt, wenn diese bereit ist, auf die Sprache der Großstadt zu hören und in ein fruchtbares Gespräch mit Philosophie und Literaturwissenschaft einzutreten («Berliner Ansatz»).

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7. Großstadtglaube in Dokumenten

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7. Großstadtglaube in Dokumenten

Dokument 1

CARL MUTH (1867–1944) gründete unter dem Eindruck der „Inferiorität“ des deutschen Katholizismus im Jahr 1903 die Zeitschrift HOCHLAND. Diese warb nach dem Ersten Weltkrieg für die Weimarer Demokratie und warnte vor dem Nationalsozialismus (Verbot 1941). Hochland. Monatsschrift für alle Gebiete des Wissens, der Literatur und Kunst, 01.10.1903, Heft 1. Ein Vorwort zu „Hochland“. Vom Herausgeber 1f.

Carl Muth: Unser Programm

Wir haben auf katholisch-christlicher Grundlage bis jetzt keine Revue großen Stils, die vermöge einer tüchtigen und umfassenden Organisation ihres inneren Betriebes im Stande wäre, das ganz heutige Kulturleben in all den zu seiner Erkenntnis wesentlichen, für seinen Fortschritt wirksamen Äußerungen und Ausstrahlungen zu überschauen, zu begleiten, geschweige denn zu beeinflussen […].

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