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Gesundheit & Sprache / Health & Language

Series:

Marietta Calderón Tichy, Reinhard Heuberger and Emil Chamson

Die Beiträge dieses Buches untersuchen die sprachliche Repräsentation von Gesundheit in aktuellen und historischen Ausprägungen. Die Beitragenden wenden zur linguistischen Analyse unterschiedliche Methoden und Zugänge an, wobei die Schwerpunkte auf Interaktionsforschung, Diskursanalyse und Lexikologie liegen. Das untersuchte Datenmaterial stammt aus verschiedenen romanischen und germanischen Sprachen sowie aus dem Altgriechischen.

The contributions of this book focus on the linguistic representation of health in current and historical contexts. Various methods and approaches are applied, with a particular emphasis on conversation analysis, discourse analysis and lexicology. Research data is taken from various Romance and Germanic languages and from Old Greek.

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Geschriebene Erzählungen über Schmerzen und Emotionen: italienische Geburtsberichte im Internet (Nadine Rentel)

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Nadine Rentel

Geschriebene Erzählungen über Schmerzen und Emotionen:italienische Geburtsberichte im Internet

1. Einleitung

Der Diskurs über die Schwangerschaft, insbesondere Erzählungen über die Geburt eines Kindes und die Darstellungen damit verbundener Schmerzen und Emotionen, gehören zum privat-intimen Diskursbereich der betroffenen Frauen und waren traditionell auf mündliche Formen der Narration beschränkt. Die (meist weiblichen) Personen, denen das Ereignis mitgeteilt wurde, stammten in der Regel aus dem Verwandten- und Freundinnenkreis der jungen Mütter. Durch die Realisierung von Diskursen in den Neuen Medien nutzen Frauen zunehmend die Möglichkeit, in Internetforen, Weblogs, sozialen Netzwerken oder auf persönlichen Homepages über den Verlauf ihrer Schwangerschaft und das Geburtserlebnis zu berichten. Aufgrund der damit verbundenen medial schriftlichen Realisierung und der Verlagerung in den öffentlich-massenmedialen Raum werden die Diskursparameter grundlegend modifiziert, wodurch die behandelten Kommunikationsinhalte, deren thematische Progression und die Wahl der sprachlichen Strategien wesentlich modifiziert werden. Dabei ist zu beachten, dass man nicht von „dem“ Diskurs über Schwangerschaft und Geburt in den Neuen Medien sprechen kann, sondern es handelt sich vielmehr um ein Kontinuum bzw. vielfältige Cybergenres.1 Eine differenzierte Beschreibung und Analyse des Diskursbereichs bedarf somit empirischer Einzelanalysen, die unterschiedliche Konstellationen kommunikativer Parameter und insbesondere die primäre Funktion der entsprechenden Cybergenres berücksichtigen. Eine bedeutende Rolle spielt dabei der Grad an Öffentlichkeit der Geburtserzählungen.←63 | 64→

Nur wenige sprachwissenschaftliche Studien haben sich bislang mit der Analyse der Relation zwischen Sprache und Emotion beschäftigt, sowohl aus methodisch-theoretischer Perspektive...

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