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Digitalisierung der Bildung

Warum und wie lernen wir ein Leben lang? Forschungsergebnisse zur Online-Weiterbildung im Tourismus. Bedeutung – Erwartung – Nutzung

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Lars Rettig

Dieses Buch untersucht lebenslanges Lernen im Rahmen der zunehmenden digitalen Anreicherung unserer Lebensbereiche. Die Lern- und Arbeitswelten verändern sich und damit auch die Anforderungen an Aus-, Fort- und Weiterbildung. Immer mehr Wissen ist verfügbar, gleichzeitig schrumpft die Zeitspanne, in der es aktuell bleibt. Lebenslanges und digitales Lernen wird so nicht nur zur Notwendigkeit für jeden Einzelnen, sondern auch zwingend erforderlich für Unternehmen, Branchen und ganze Regionen, um konkurrenzfähig zu bleiben. Der Autor widmet sich auf Basis theoretischer Ansätze aus Psychologie, Pädagogik und Ökonomie der Frage, wie und warum wir lernen. Er untersucht darauf aufbauend mit qualitativen Experteninterviews, welche Bedeutung Online-Weiterbildung im Tourismus hat.

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5. Online-Weiterbildung

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5. Online-Weiterbildung

5.1 Abgrenzungen der Begriffe E-Learning, Blended Learning, MOOC und SPOC

Neben klassischen Formen der Weiterbildung in Präsenz, wie Seminaren, Workshops oder in house Schulungen, die hier nicht weiter betrachtet werden sollen, ergeben sich durch das Internet neue Formen und Gestaltungsoptionen für die Weiterbildung. Schulmeister nennt Applikationen wie Wikis, Weblogs und Communities, die das Lesemedium Internet in ein interaktives Kommunikationsmittel und ein für kooperative Produktionen geeignetes Instrument transformiert haben.80 Er resümiert: „Ganz neue Möglichkeiten für selbstorganisiertes und proaktives Lernen scheinen zu entstehen.“81 Im Folgenden werden die im weiteren Verlauf dieses Buches verwendeten Begriffe E-Learning, Blended Learning, MOOC und SPOC kurz erläutert, bevor das nachfolgende Kapitel auf Aus-, Fort-, und Weiterbildung speziell im Tourismus eingeht.

E-Learning

Rey definiert E-Learning (engl. electronic learning) als „das Lehren und Lernen mittels verschiedener elektronischer Medien“82 und schließt so viele synonym verwendete Begriffe, wie computerbasiertes Training, computergestütztes Lernen oder Online-Lernen, mit ein. Auch Sesink versteht unter dem Begriff alle Lernformen, „die digitale Medien für die Präsentation und Verteilung von Lernmaterialien und/oder zur Unterstützung der Kommunikation in Lehr-Lernprozessen nutzen. […] E-Learning versteht sich als Oberbegriff und bezieht sich auf Lernszenarien, die Computer- oder Internetnutzung einschließen.“83 Das Internet sowie neue Informations- und Kommunikationstechnologie wird auch von Garrison84 sowie Clark und Mayer85 als zentraler Bestandteil von E-Learning genannt. Euler und Seufert unterscheiden dabei zwei Komponenten des E-Learnings. Zum einen gibt es die ‚klassischen‘ Varianten von...

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