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Otto Freundlich (1878–1943)

Individualist im Netzwerk der Pariser Avantgarde – Das Frühwerk

Lena Reichelt

Die Autorin analysiert umfassend das Frühwerk des deutschen Künstlers Otto Freundlich (1878–1943). Dieser begann bereits während seines ersten Paris-Aufenthaltes 1908 eine eigenständige, nicht-gegenständliche Formensprache zu entwickeln, ohne sich wie zahlreiche seiner Zeitgenossen den vorherrschenden Kunststilen anzupassen oder unterzuordnen: «Ich habe […] nach meiner inneren Überzeugung geschaffen, die verlangte, von der Tradition abzugehen.» Anhand der Rekonstruktion seines Netzwerkes positioniert die Untersuchung den Künstler als selbstbewussten Wegbereiter der Abstraktion innerhalb der Pariser Avantgarde.

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6 Aufenthalt in Chartres: März–August 1914

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6 Aufenthalt in Chartres: März–August 1914

6.1 Leben in Chartres und ein Atelier im Kirchturm

„Lieber Freund, da ich Donnerstag Paris verlassen werde, um nach Chartres zu gehen, möchte ich Ihnen dies mitteilen. In Chartres bleibe ich vermutlich den ganzen nächsten Monat.“1067

In der zweiten Märzhälfte 1914 berichtete Freundlich von seiner bevorstehenden Reise nach Chartres, wo er sich jedoch nicht wie angekündigt nur für einen Monat aufhielt, sondern bis Ende Juli 1914 blieb. Ein letzter bekannter Brief an Niemeyer vor Freundlichs Rückkehr nach Deutschland stammte vom 24. Juli,1068 bereits am 8. August 1914 schickte er ihm eine Postkarte aus Köln.1069

Während seines Aufenthalts in Chartres lebte Freundlich zunächst in unterschiedlichen Hotels,1070 bis er offenbar Anfang Juli in den Turm der Kathedrale einziehen konnte.1071

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