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Der Hamburger Theaterskandal von 1801

Eine Quellendokumentation zur politischen Ästhetik des Theaters um 1800

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Edited By Martin Schneider

Der Herausgeber dokumentiert, kommentiert und analysiert erstmals den Hamburger Theaterskandal von 1801. Damals kam es zu einer offenen Rebellion des Publikums gegen die fünf Direktoren der Bühne. Lautstark forderten die Zuschauer ein Mitspracherecht bei künstlerischen Entscheidungen. Sie zeigten damit, dass das Theater um 1800 als öffentlicher Verhandlungsort politischer und ästhetischer Konflikte zu begreifen ist. Dieses Buch dokumentiert den Hamburger Theaterskandal anhand historischer Pressetexte. Dabei macht der Herausgeber deutlich, welche Rolle die Medien bei der Eskalation des Streits und seiner Bewältigung in der Öffentlichkeit spielten. Die hier zum ersten Mal edierten und kontextualisierten Quellen des Skandals erlauben neue Erkenntnisse über die Funktionsweise von Theaterskandalen überhaupt.

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36. Zeitung für die elegante Welt. Erster Jahrgang. Nr. 53. Sonnabend, 2. May 1801. Leipzig: Voß und Compagnie 1801, Sp. 432.

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36. Zeitung für die elegante Welt. Erster Jahrgang. Nr. 53. Sonnabend, 2. May 1801. Leipzig: Voß und Compagnie 1801, Sp. 432.

Die Leipziger „Zeitung für die elegante Welt“ greift ebenfalls den Hamburger Theaterskandal des 20. April auf. Der kurze Bericht lässt keinen Zweifel daran, dass der Aufstand des Publikums berechtigt gewesen sei. Die Zeitschrift widmete sich vor allem kulturellen Themen wie Theater, Literatur und Mode. Sie erschien von 1801 bis 1859 zunächst drei-, dann viermal wöchentlich und wandte sich, ähnlich wie das Weimarer „Journal des Luxus und der Moden“ (Nr. 8), an ein wohlhabendes und gebildetes Publikum in ganz Deutschland.

Nachricht vom deutschen Parterre in Hamburg.

(Hamburg, 26 April.)

Neulich haben wir hier in unserm deutschen Schauspielhause einen Vorfall gehabt, der von der Energie unseres Parterre’s und von einer Rechtspflege zeugt, die nicht übel ist und ein lehrreiches Beispiel für nachläßige oder eigensinnige Theaterdirekzionen abgeben kann, die nicht Lust haben, sich auf Wünsche des Publikums einzulassen.

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