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Dialogische Krimianalysen

Fachdidaktik und Fachwissenschaft untersuchen aktuelle Repräsentationsformen des französischen Krimis

Edited By Corinna Koch, Sabine Schmitz and Sandra Lang

Ein Dialog zwischen Fachwissenschaft und Fachdidaktik findet trotz kritischer bildungspolitischer Entwicklungen für das Französische bisher kaum statt. Um diese Zusammenarbeit zu etablieren, wählten die Herausgeberinnen für die Beiträge dieses Bandes ein innovatives Format: Es wurden Autorenteams aus Literaturwissenschaftlern und Fachdidaktikern gebildet. Als Gegenstand des Dialogs fiel die Wahl auf die Krimikultur Frankreichs, da «roman» und «film noir», «littérature» und «BD policière» dort einen herausragenden Platz im kulturellen Referenzsystem einnehmen. Jedes Team übernahm ein zentrales Element aktueller Repräsentationsformen des Krimis. So stellt der Band vielfältige Bezüge zwischen Fachwissenschaft und Fachdidaktik her und zeigt das konkrete Potential der Zusammenarbeit beider Disziplinen auf.

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Zuschauerlenkung im Kriminalfilm am Beispiel des französischen Justizthrillers Omar m’a tuer (2011) von Roschdy Zem (Christian von Tschilschke / Dagmar Abendroth-Timmer)

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Christian von Tschilschke / Dagmar Abendroth-Timmer

Zuschauerlenkung im Kriminalfilm am Beispiel des französischen Justizthrillers Omar m’a tuer (2011) von Roschdy Zem

Abstract: Discussing the authentic courtroom and legal thriller Omar m’a tuer (F 2011) directed by the French actor and filmmaker Roschdy Zem, the article focuses on the question of how the spectator’s attention is guided in crime films. It presents and elaborates on this problem from the different angles of Literary/Film Studies and Foreign Language Education.

1. Einleitung

1.1 Fragestellung

Der vorliegende Beitrag ist dem Kriminalfilm gewidmet. Um innerhalb dieses weiten Themenfelds einen geeigneten Gegenstand zu finden, über den ein fachwissenschaftlicher, und das kann in diesem Fall nur heißen: ein um das Medium Film erweiterter literaturwissenschaftlicher Zugang,1 und eine fachdidaktische Herangehensweise in einen sinnvollen Dialog miteinander treten könnten, waren für uns zwei Überlegungen ausschlaggebend. Erstens sollte die Beschäftigung mit dem Kriminalfilm tatsächlich einen medienspezifischen, d. h. für das Medium Film charakteristischen Aspekt, herausgreifen. Das Kriminalgenre ist ja an sich transmedial angelegt, d. h. die Geschichte eines Verbrechens und seiner Aufklärung sind im Grunde medienunspezifische Phänomene, die – so die Definition von Transmedialität – „in verschiedensten Medien mit den dem jeweiligen Medium eigenen Mitteln ausgetragen werden können“,2 also in der Literatur ebenso wie im Film, im Theater, im Comic oder in anderen künstlerischen Medien. Zweitens galt es umgekehrt im Auge zu behalten, dass bei der bewussten Ausrichtung auf...

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