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Österreichische Dichterinnen im New Yorker Exil zwischen 1938 und dem Beginn der 1980er Jahre

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Olena Komarnicka

Dieses Buch stellt das Leben und Werk der österreichischen Dichterinnen jüdischer Herkunft Mimi Grossberg, Margarete Kollisch, Gertrude Urzidil und Maria Berl-Lee im New Yorker Exil zwischen 1938 und dem Anfang der 1980er Jahre vor. Dank ihrer Werke, ihrer literarischen und kulturellen Tätigkeit im Exil und auch aufgrund ihres Engagements im Rahmen der Hilfe und Unterstützung für Emigranten, gehören diese Autorinnen zu den wichtigsten Vertreterinnen der österreichischen Lyrik im New Yorker Exil. Das Buch skizziert anhand authentischer Lebenszeugnisse, wie Biographien, Tagebücher und Interviews sowie fiktionaler Texte, wie Erzählungen und lyrische Gedichte, ein Porträt der Lyrikerinnen und beschreibt eindrücklich das Emigrantenmilieu in der Großstadt New York.

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Bio- und Bibliografischer Anhang: „Österreichische Autorinnen im New Yorker Exil“

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Abschließend werden hier weitere österreichische Lyrikerinnen in New York kurz vorgestellt. Zu ihnen gehören vor allem Lili Körber, die eher dank ihres Prosawerks bekannt ist, Grete Hartwig-Manschinger, Marianne Ultmann und Lily Rona. Außerdem werden solche Dichterinnen wie Anna Krommer und Franzi Ascher-Nash erwähnt, die zwar nicht bis zu ihrem Lebensende in New York lebten, in dieser Stadt jedoch viele Jahre verbracht haben.

Lili Körber

Obwohl Lili Körber sich eher als Prosaistin einen Namen gemacht hat, wird ihr hier Aufmerksamkeit geschenkt, da sie im Exil viele lyrische Gedichte geschaffen hat. Es ist ihr leider nicht gelungen einen eigenen Gedichtband zu veröffentlichen, aber ihre Gedichte wurden in Zeitungen und Zeitschriften publiziert und in Anthologien744 aufgenommen. Die Autorin wurde am 25. Februar 1897 in Moskau geboren, wo sie aufgewachsen ist. Ihr Vater, Ignaz Körber, ein wohlhabender Seidenkaufmann aus Tarnow, war Österreicher, die Mutter, Jeannette Körber, stammte aus dem polnischen Teil der Habsburgermonarchie. Nach dem Kriegsausbruch 1914 kam Ignaz Körber ins Gefängnis, da er der Spionage verdächtigt wurde. Ein Jahr später gelang es der Familie Russland zu verlassen. Die Kriegsjahre verbrachte sie in der Schweiz, wo Lili Körber ihre Matura gemacht hat. Ein Semester lang studierte die Autorin Literatur in Genf, war aber aus finanziellen Gründen gezwungen, ihr Studium zu unterbrechen. Erst Jahre später konnte sie es fortsetzen und 1923 mit einer Dissertation über die Lyrik von Franz Werfel beenden.

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