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Unterrichtsforschung im Fach Englisch

Empirische Erkenntnisse und praxisorientierte Anwendung

Series:

Holger Limberg and Olaf Jäkel

Die empirische Erforschung des Englischunterrichts in verschiedenen Schulformen und Klassenstufen sowie deren Nutzen für die Ausbildung zukünftiger Lehrkräfte stehen im Zentrum dieses Sammelbandes. Die Beiträge präsentieren neueste Erkenntnisse zum Englischunterricht auf der Primar- und Sekundarstufe. Darüber hinaus erörtern sie forschungsmethodische und -methodologische Fragestellungen kritisch und diskutieren die Frage, welchen Mehrwert die empirische Unterrichtsforschung für die Englischdidaktik liefern kann. Einige Beiträge zeigen praxisorientierte Anwendungsmöglichkeiten und reflektieren diese kritisch, insbesondere dahingehend, wie Unterrichtsdokumentationen in Form von Videoaufnahmen oder Transkripten zur Professionalisierung von angehenden Lehrkräften eingesetzt werden können.

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Reparaturen im immersiven Sachunterricht: Eine konversationsanalytische Studie

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Abstract: Der Beitrag analysiert die Interaktionskompetenz immersiv unterrichteter SchülerInnen und deren LehrerInnen anhand authentischer Unterrichtsgespräche zu unterschiedlichen Sachunterrichtsthemen. Interaktionskompetenz wird dabei als die Kompetenz verstanden, an der Ko-Konstruktion des immersiven Unterrichts teilzuhaben, und wird damit zur Gelingensbedingung für fachliches Lernen und Lehren. Bislang existieren keine Studien, die den alltäglichen Fachunterricht und damit die Unterrichtswirklichkeit immersiver Grundschulklassen konversationsanalytisch untersuchen. Es zeigt sich, dass die untersuchten Sitzkreisgespräche von gemeinsamer, ko-konstruktiver Aushandlung von Bedeutung und Verständnis geprägt sind und dies eine wichtige Grundlage für das (Er-)Lernen von Unterrichtsinhalten und der Immersionssprache Englisch bildet. Ein besonderes Augenmerk des Artikels gilt dem Reparaturverhalten der SchülerInnen und LehrerInnen, in dem zum Ausdruck kommt, wie die Interaktion gemeinsam organisiert wird. Ausschlaggebend für die meisten Reparaturen ist, dass der Gebrauch der Immersionssprache als die Regel verstanden wird. Die gemeinsame Arbeit an der Aufrechterhaltung der ‚Immersionsregel‘ führt schließlich auch eindeutig zu den meisten Reparatursequenzen. Auffällig ist das häufige code-switching sowie der Verzicht auf Korrekturen formalsprachlicher Fehler, wie sie für den Fremdsprachenunterricht ansonsten typisch sind.

1 Einleitung

Im vorliegenden Beitrag werden Teile einer konversationsanalytischen Studie zur Interaktionskompetenz zweier Immersionsklassen (L2 Englisch) einer Grundschule vorgestellt (vgl. Couve de Murville i. V.). Die Daten stammen aus Sitzkreisgesprächen im Sachunterricht, die im Rahmen der Evaluation des Immersionsprogramms gewonnen wurden. Anhand von authentischen Unterrichtsgesprächen zu unterschiedlichen Sachunterrichtsthemen wird die Interaktionskompetenz der immersiv unterrichteten SchülerInnen und deren Lehrerinnen untersucht. Bislang...

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