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Lehren und Lernen mit Bildungsmedien

Grundlagen – Projekte – Perspektiven – Praxis

Edited By Thomas A. Bauer and Bernd H. Mikuszeit

Das Buch fasst die Problemstellungen und die Ergebnisse der beiden von der Europäischen Kommission im Programm Lebenslanges Lernen geförderten Projekte «E-Teaching» und «Blended-Learning» zusammen. Dazu erörtern die Beiträge Grundlagen, Perspektiven und theoretische Zugänge von Lehren und Lernen in der Mediengesellschaft und diskutieren einen neuen, mediologischen Zugang zur Theorie von Bildungsmedien, der den Begriff der Wissensvermittlung um den der Wissensverständigung erweitert. Der Band beschreibt und analysiert Projekte und den Einsatz von Bildungsmedien in der pädagogischen Praxis und stellt grundsätzliche Überlegungen an zu Qualitätskriterien und zur Bewertung von Bildungsmedien. Dabei berücksichtigen die Beiträge unterschiedliche Bildungsmedienformate.

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Wissensverständigung in der Mediengesellschaft. Theoretische Skizzen zur Mediologie gesellschaftlichen Lernens (Thomas A. Bauer)

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Thomas A. Bauer

Wissensverständigung in der Mediengesellschaft

Theoretische Skizzen zur Mediologie gesellschaftlichen Lernens

Lehren und Lernen versteht man als interdependente, jeweils spezifisch typisierte Aktivitäten, die im Rahmen zueinander gewandter und verwandter Rollen den Status von kulturellen, mitunter auch ritualisierten und personalisierten Verhaltensprogrammen zur Aneignung diverser Kulturtechniken (Bildung) genießen: Lehre bietet Bildung (Ausbildung), Lernen generiert Bildung (Wissen). Der gesellschaftlichen Verankerung dieses Rollenprogramms in Bildungsinstitutionen (Schule) ist es zu verdanken, dass man die Möglichkeiten der für notwendig emfundenen Veränderungen von Lernprogrammen immer nur innerhalb dieses Rollenspiels wahrnimmt. Auch dann, wenn über Systemänderungen gesprochen wird, fokussieren diese in der Regel auf den Erhalt, auf die Absicherung oder Kontrolle dieser als zentral gedachten sozialen Figur von Bildung. Darüber hinauszudenken und jenseits dieser Figur neue und anders positionierte Konfigurationen von Bildung zu entwerfen, wird aber möglich, wenn nicht sogar dringlich, wenn man sich der medialen Charakteristik von Gesellschaft besinnt: Medien formen nicht nur die Kultur unserer Gesellschaft, sie sind die Kultur unserer Gesellschaft. In ihnen beschreibt sich die Gesellschaft, wie sie ist. Und sie ist, wie sie sich beschreibt.

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