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Lehren und Lernen mit Bildungsmedien

Grundlagen – Projekte – Perspektiven – Praxis

Edited By Thomas A. Bauer and Bernd H. Mikuszeit

Das Buch fasst die Problemstellungen und die Ergebnisse der beiden von der Europäischen Kommission im Programm Lebenslanges Lernen geförderten Projekte «E-Teaching» und «Blended-Learning» zusammen. Dazu erörtern die Beiträge Grundlagen, Perspektiven und theoretische Zugänge von Lehren und Lernen in der Mediengesellschaft und diskutieren einen neuen, mediologischen Zugang zur Theorie von Bildungsmedien, der den Begriff der Wissensvermittlung um den der Wissensverständigung erweitert. Der Band beschreibt und analysiert Projekte und den Einsatz von Bildungsmedien in der pädagogischen Praxis und stellt grundsätzliche Überlegungen an zu Qualitätskriterien und zur Bewertung von Bildungsmedien. Dabei berücksichtigen die Beiträge unterschiedliche Bildungsmedienformate.

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Medien, Bildung und Soziales Gedächtnis. Innovatives Lehren mit Fernsehsendungen bei der Geschichtsvermittlung (Barbara Köpplova / Jan Jirak)

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Barbara Köpplová, Jan Jirák

Medien, Bildung und Soziales Gedächtnis

Innovatives Lehren mit Fernsehsendungen bei der Geschichtsvermittlung

Das historische (soziale, kollektive) Gedächtnis ist ein bedeutendes symbolisches Konstrukt, das eine der Identifikationsquellen für Individuen innerhalb der Gesellschaft darstellt. Die Medien (insbesondere solche mit visuellen Elementen) beteiligen sich am aktuellen Erscheinungsbild und der Veränderung des historischen Gedächtnisses – sie bieten eine Vergangenheitsinterpretation nicht nur in Dokumenten, sondern auch in fiktiven Geschichten, was unsere diesbezüglichen Vorstellungen deutlich beeinflusst. Diese medialen Produkte haben keine primäre Bildungsfunktion, können aber pädagogisch genutzt werden. In tschechischer Umgebung ist besonders die Interpretation der „Geschichte der Tschechoslowakei“ aktuell, also der Zeit von 1918–1992, vor allem die Entwicklung in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, als die ehemalige Tschechoslowakei zu einem Bestandteil des „Ostblocks“ wurde und drei Jahre nach dessen Ende im Jahre 1989 zerfiel, wobei sich die Tschechische Republik in die „westlichen Strukturen“ integrierte. Ein großer Teil der tschechoslowakischen Geschichte wird von gespielten, vom Tschechischen Fernsehen produzierten, Serien abgedeckt. Den Zeitraum von 1918–1945 behandelt die Serie První republika (Erste Republik), einen Großteil der zweiten Epoche (1964–2005) verarbeitet unter Verwendung zeitgenössischen Materials die gespielte Serie des Tschechischen Fernsehens Vyprávěj (Erzähl). Dieser Beitrag versucht, eine Diskussion über Möglichkeiten und Grenzen der Rolle von Serien im Prozess der Formung des historischen Gedächtnisses – und, allgemeiner ausgedrückt, der pädagogischen Nutzung gespielter Fernsehproduktionen...

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