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Facetten deutsch-koreanischer Beziehungen

130 Jahre gemeinsame Geschichte

Series:

Eun-Jeung Lee and Hannes B. Mosler

Die Beiträge dieses Sammelbandes behandeln ausgewählte Facetten der gemeinsamen Geschichte Deutschlands und Koreas in Geschichte und Politik, Lebensumständen und Migration sowie Kultur und Lebenswelten. Beide Länder verstehen sich jeweils als das Herzstück Europas und Ostasiens und feierten im Jahre 2013 das 130. Jubiläum ihrer diplomatischen Beziehungen seit dem ersten offiziellen Vertrag vom 26. November 1883. Trotz ihrer geographischen Lage, geschichtlichen Entwicklung und weltpolitischen Bedingungen, gerade in jüngster Zeit, haben Deutschland und Korea bis heute ihre teils recht engen, teils aber auch etwas lockeren Beziehungen aufrechterhalten.

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Das Deutschlandbild in Korea (Kishik Lee)

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Kishik Lee

Das Deutschlandbild in Korea1

Deutschland und Korea blicken auf eine über 130 Jahre dauernde freundschaftliche Beziehung. Überraschender Weise gibt es jedoch kaum nennenswerte Studien über das Bild, das Koreaner von Deutschland haben. Die Arbeit von Yi Chu-bong (2012) Eine vergleichende Untersuchung zum Deutschlandbild in Deutschland und Korea, mit Fokus auf den Medienberichten über die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland ist dabei eine große Ausnahme, die deshalb im Folgenden Beachtung finden wird. Vor dem Hintergrund der spärlichen wissenschaftlichen Forschung zum Deutschlandbild in Korea beschäftigt sich dieses Kapitel hauptsächlich mit der Vorstellung einiger ausgewählter Informationen, die es zu der Thematik gibt und möchte somit kursorisch auf mögliche Ansatzpunkte für zukünftige Untersuchungen hinweisen.

Betrachtet man aber die Berichterstattungen in den koreanischen Medien, ist durchaus erkennbar, dass in Korea ein bestimmtes Image von Deutschland herrscht. Ein deutsches Auto zu besitzen, gilt für viele Koreaner als Statussymbol, das deutsche Bier als das Vorbild für das koreanische Bier. Die deutsche Wiedervereinigung und die Bewältigung der Wirtschaftskrise im Jahr 2008 werden als hilfreiches Modell verstanden. Darüber hinaus wird der Umgang mit der Vergangenheit in Deutschland im Vergleich zu Japan als vorbildlich hervorgehoben. Es gibt sogar einen selbsternannten „Patrioten“, der viel Geld bezahlt hat, um die amerikanische Öffentlichkeit auf den Umgang Japans mit der Vergangenheit aufmerksam zu machen und dabei ein Bild von Willy Brandts Kniefall von Warschau mit einer Abbildung des japanischen...

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