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Symbolon

Gesellschaft für wissenschaftliche Symbolforschung e. V., Jahrbuch Band 20. Neue Folge

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Hermann Jung

Band 20 des Jahrbuchs SYMBOLON dokumentiert Vorträge aus unterschiedlichen Disziplinen, die bei den Jahrestagungen der Gesellschaft für wissenschaftliche Symbolforschung e. V. 2012–2014 in Köln, Erfurt und Essen gehalten wurden. Die Beiträge behandeln die folgenden Themenkreise: «Von Schiffen & Fischen. Zeichen und Symbole im Lebensraum Wasser» (Boschs «Versuchungen des hl. Antonius»), «Flüsse & Meere. Symbole und Mythen» (Der «aquatische Stier», Symbolik des Wassers, Symbolik der Muschel, symbolische Darstellung von Wasser in Musik, Ägypten) und «Die Gestirne. Symbole und Mythen» (Symbolik der Gestirne, die Milchstraße, Sonnenpferd und -wagen, Dantes Commedia, Giordano Bruno, Genter Altar, der symbolhafte Achtstern).

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Belting, Hans: Faces. Eine Geschichte des Gesichts. München 2013: C. H. Beck. 343 S., 134 Abb., davon 58 in Farbe.

Bücher von Hans Belting sollte man nicht besprechen, ohne auf seine früheren Publikationen zu verweisen (vor allem; Bild und Kult. München 1990; Bild-Anthropologie. Entwürfe für eine Bildwissenschaft. München 2001; Das echte Bild. Bildfragen als Glaubensfragen. München 2005). Denn gerade für den Kunsthistoriker und Bildwissenschaftler Belting – den letzteren Begriff hat er wie kaum ein anderer geprägt – sind Bildfragen Glaubensfragen. Und so wird man auch in seinem Buch über die Geschichte des Gesichts weniger bahnbrechend neue Ansätze im Sinne der Facebook-Generation finden als vielmehr eine teilweise von Melancholie nicht ganz freie Apologie der Tradition. Dabei kann er selbst der Faszination der Ikone nicht entkommen, die als Antlitz gleichsam aus ihrer eigenen Welt in die unsere schaut und als vera icon ihre Spuren in seinen Schriften hinterlassen hat.

In Faces stellt er drei Begriffspaare einander gegenüber: Gesicht und Maske, Porträt und Maske sowie Medien und Masken. Die künstliche Maske als symbolisches Gesicht ist für Belting eine Exkarnation, während das Gesicht selbst wechselnde Masken inkarnieren kann – was eigentlich schon an dieser Stelle nach dem „wahren Antlitz“ fragen und die Grenzen der Porträtkunst ahnen lässt. – Und so zitiert er auch gleich Friedrich Nietzsche, der das Spiel mit dem Ausdruck schätzte, um der Veräußerlichung entgegenzuwirken. (27f.) Die Entstehung der...

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