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Die Genese volkswirtschaftlicher Inhalte sowie deren Status quo im Rahmen lernfeldbasierter Curricula des kaufmännischen Berufsbildungsbereichs

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Christoph Maus

Der Autor untersucht den Stellenwert volkswirtschaftlicher Inhalte innerhalb der kaufmännischen Berufsbildung. Während fachorientierte Lehrpläne durch enge inhaltliche Vorgaben gekennzeichnet sind, eröffnen lernfeldbasierte Rahmenlehrpläne mit Blick auf die unterrichtliche Umsetzung unterschiedliche inhaltliche Schwerpunktsetzungen. Der Autor zeichnet die fachliche Genese volkswirtschaftlicher Inhalte nach und prüft, welche Einflussfaktoren die unterrichtliche Relevanz volkswirtschaftlicher Inhalte beeinflussen. In diesem Rahmen stehen personelle Aspekte auf Seiten der Lehrpersonen sowie die Wirkung von Abschlussprüfungen im Fokus der Arbeit.

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8 Einordnung der quantitativen Ergebnisse

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Die vorliegende Erhebung verdeutlicht die Heterogenität der inhaltlichen Thematisierung volkswirtschaftlicher Inhalte im Rahmen aktueller kaufmännischer Curricula des berufsbildenden Bereichs. Die bis in die 1990er Jahre im Rahmen bildungsgangübergreifender Curricula vorherrschende Homogenität der Fachinhalte ist im Hinblick auf spezielle Berufsbezüge auf administrativer Ebene flexibilisiert und gleichermaßen heterogenisiert worden, wobei sich die fachimmanente Implementierung sowie die performativen Divergenzen auf die unterrichtliche Qualität des bedingt berufserforderlichen Bereichs volkswirtschaftlicher Inhalte auswirkt. Die im Rahmen der curricularen Neugestaltung auftretenden und innerhalb der Studie ermittelten Divergenzen lassen sich hinsichtlich ihres Bezugsrahmens in bildungsgangübergreifende und bildungsgangspezifische Divergenzen klassifizieren.

Die Orientierung anhand des Berufsbildes als Basis der handlungsorientierten curricularen Neukonstruktion soll dieses in das Zentrum der schulischen, gleichermaßen auch der volkswirtschaftlich geprägten Ausbildungsbestandteile rücken, wobei inhaltliche Fokussierungen, jedoch keine thematischen Eliminierungen erfolgen sollen. Die subjektive Inhaltswertung der an dieser Studie teilnehmenden Lehrerinnen und Lehrer zeigt nun, dass sich die zugestandenen inhaltlichen Gestaltungsspielräume reduzierend auf volkswirtschaftliche Inhalte auswirken. Lässt sich eine rein quantitative Reduzierung bereits durch einen Vergleich der Stundenzahlen zwischen dem ‚alten‘, homogenen Curriculum und den ‚neuen‘, handlungsorientierten Curricula belegen, so belegt die niedrige durchschnittliche Relevanzeinschätzung der Lehrkräfte ausgehend vom reduzierten quantitativen Niveau des Themenbereichs weitergehende rückläufige Tendenzen. Diese gehen jedoch nicht mit der strukturell antizipierten beruflichen Orientierung einher. Die überdurchschnittliche Bewertung volkswirtschaftlicher Grundlagenthemen zeigt, dass berufliche Spezifikationen innerhalb der unterrichtlichen Umsetzung nur bedingte Lenkungswirkung auf die inhaltliche Ausgestaltung entfalten können. Tendenziell berufsunspezifische Inhaltsbereiche werden durch...

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