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Die Genese volkswirtschaftlicher Inhalte sowie deren Status quo im Rahmen lernfeldbasierter Curricula des kaufmännischen Berufsbildungsbereichs

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Christoph Maus

Der Autor untersucht den Stellenwert volkswirtschaftlicher Inhalte innerhalb der kaufmännischen Berufsbildung. Während fachorientierte Lehrpläne durch enge inhaltliche Vorgaben gekennzeichnet sind, eröffnen lernfeldbasierte Rahmenlehrpläne mit Blick auf die unterrichtliche Umsetzung unterschiedliche inhaltliche Schwerpunktsetzungen. Der Autor zeichnet die fachliche Genese volkswirtschaftlicher Inhalte nach und prüft, welche Einflussfaktoren die unterrichtliche Relevanz volkswirtschaftlicher Inhalte beeinflussen. In diesem Rahmen stehen personelle Aspekte auf Seiten der Lehrpersonen sowie die Wirkung von Abschlussprüfungen im Fokus der Arbeit.

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9 Studienergebnisse und -restriktionen

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9.1 Untersuchungsrestriktionen und weitergehender Forschungsbedarf

Vorhandene Restriktionen, denen die Aussagekraft der dargestellten Ergebnisse unterliegen, resultieren primär aus dem gewählten Untersuchungsdesign und müssen im Rahmen weiterer, auf diesen Ergebnissen aufbauender Arbeiten berücksichtigt sowie im Rahmen der Auswertungen gewürdigt werden.

Besonderes Augenmerk kommt dem Aussagebereich, der mit Hilfe der Werte analysiert werden kann, zu. Gemäß Achtenhagen/Heidenreich/Sembills Modell der didaktischen Theoriebildung können auf Basis individueller Wertschätzungen Komponenten subjektiver Theoriebildung erfasst werden, die wiederum im Rahmen von Angebot-Nutzungs-Modellen einen angebotskonstitutiven Faktor bedingen. Der Aussagebereich der Studie bezieht sich infolgedessen nicht auf den tatsächlichen Lernerfolg der Schülerinnen und Schüler sowie auf jeweilige Prädiktorwirkungen individueller Faktoren.

Innerhalb dieses theoretischen Rahmenmodells besitzen die Ergebnisse ausschließlich individuenspezifische Aussagekraft. Es werden Prozesse der Konsensbildung zwischen heterogenen Lehreransichten, deren Auftreten exemplarisch im Rahmen einer Bildungsgangkonferenz möglich erscheinen, nicht berücksichtigt, obwohl das Konferenzergebnis den angebotsbedingenden Faktor schulischen Unterrichts beeinflusst. Daraus entsteht ein Untersuchungsbedarf, der konsensbildende Prozesse auf Individualschulebene berücksichtigt. Unter Einbeziehung der innerhalb der vorliegenden Studie signifikanten Items ‚wirtschaftswissenschaftliches Lehramtsstudium‘ sowie ‚berufliche Erfahrungswerte‘ könnten diese gleichermaßen einer Verifikation unterzogen werden. Folglich würde sich das Konferenzergebnis tendenziell anhand der Ansichten erfahrener Lehrkräfte orientieren. Dazu würde sich eine experimentelle Feldstudie anbieten, die die prädiktive Funktion personeller Merkmale verifiziert und erweitert.

Eine Verifikation in Form einer Feldstudie ist möglich, da das Resultat der Konsensfindung im Rahmen der unterrichtlichen Umsetzung und insofern au...

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