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Begriffene Geschichte – Geschichte begreifen

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Edited By Holger Thünemann, Jürgen Elvert, Christine Gundermann and Wolfgang Hasberg

Wer Geschichte in ihrem Wesen begriffen hat, der weiß, dass der Gegenwart immer eine Zukunft, dass dem Heute immer ein Morgen folgt. Jörn Rüsen hat sich mit dem einmal Erreichten nie zufrieden gegeben, sondern hat in den vergangenen fünf Jahrzehnten seit seiner Promotion an der Universität zu Köln immer wieder zentrale wissenschaftliche Beiträge zum besseren Begreifen der Geschichte vorgelegt. Weggefährten sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland, die seinen Weg weiter verfolgen, knüpfen in diesem Band an Rüsens Œuvre an und setzen sich mit seinen geschichtstheoretischen, geschichtsdidaktischen und kulturwissenschaftlichen Positionen produktiv auseinander.

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Grußwort für die Festschrift zum 50. Promotionsjubiläum von Prof. em. Dr. Dr. h.c. mult. Jörn Rüsen

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Sehr geehrte Damen und Herren,

es ist mir eine große Freude, ein kleines Grußwort für die vorliegende, aus Anlass des 50. Jahrestages der Promotion von Prof. Dr. Jörn Rüsen entstandene Festschrift verfassen zu dürfen: Die Hochschulleitung ist stolz auf ihren ehemaligen Doktoranden, der hier, an der Universität zu Köln, im Jahre 1966 mit einer vielbeachteten Dissertation zum Thema „Begriffene Geschichte. Genesis und Begründung der Geschichtstheorie J.G. Droysens“ (Schöningh, Paderborn 1969) promoviert wurde. Die Auseinandersetzung mit Droysen hat Jörn Rüsens „Geschichtsdenken“ auch in späteren Jahren noch geprägt, so hat er in seinem 2013 veröffentlichten Buch „Historik. Theorie der Geschichtswissenschaft“ in Anlehnung an Droysens großen Entwurf eine „Metatheorie“ entwickelt, die alle Aspekte der Geschichtskultur umfassen soll. Die „Historik“ steht allerdings nur für einen Teil eines umfangreichen Oeuvres, das stets auch im internationalen Kontext wahrgenommen und rezipiert wurde.

Die Kölner Zeit hat in Jörn Rüsens Denken deutliche Spuren hinterlassen, Köln war eine wichtige erste Station einer glänzenden wissenschaftlichen Karriere, die ihn von Assistententätigkeiten in Berlin und Braunschweig über Lehrstühle an den Universitäten Bochum, Bielefeld und Witten/Herdecke schließlich bis an die Spitze des Kulturwissenschaftlichen Institutes Essen (KWI) führte, das er über viele Jahre hinweg leitete.

Zweifellos ist Jörn Rüsen der profilierteste deutsche Geschichtstheoretiker: Dabei war er jedoch nie nur ein „Mann der Feder“, ein Gelehrter im „stillen...

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