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Begriffene Geschichte – Geschichte begreifen

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Holger Thünemann, Jürgen Elvert, Christine Gundermann and Wolfgang Hasberg

Wer Geschichte in ihrem Wesen begriffen hat, der weiß, dass der Gegenwart immer eine Zukunft, dass dem Heute immer ein Morgen folgt. Jörn Rüsen hat sich mit dem einmal Erreichten nie zufrieden gegeben, sondern hat in den vergangenen fünf Jahrzehnten seit seiner Promotion an der Universität zu Köln immer wieder zentrale wissenschaftliche Beiträge zum besseren Begreifen der Geschichte vorgelegt. Weggefährten sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland, die seinen Weg weiter verfolgen, knüpfen in diesem Band an Rüsens Œuvre an und setzen sich mit seinen geschichtstheoretischen, geschichtsdidaktischen und kulturwissenschaftlichen Positionen produktiv auseinander.

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Begriffene Geschichte – Geschichte begreifen

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Abstract This short essay should be regarded as an attempt to outline the broad field of research carried out by Jörn Rüsen. For this reason, on the one hand, four areas in which he has worked and earned great merit are differentiated. On the other hand, the effective role of Gustav Droysen’s Historik in all fields of Rüsen’s oeuvre – not only referring to historiological considerations – is sketched. Certainly, only the outlines and the major axes can be traced in the following article.

Von der begriffenen Geschichte ging das Werk des Jubilars aus, dessen theoretische Verdienste um das Regelwerk des Begreifens von Geschichte an dieser Stelle zu würdigen sind. Wie lässt sie sich begreifen, die Geschichte, in der sich die Vergangenheit gespiegelt findet? Diese Frage scheint das Vademekum des wissenschaftlichen Werkes von Jörn Rüsen zu sein, spätestens seit er vor 50 Jahren an der Alma Mater Coloniensis seine Dissertation im Fach Philosophie eingereicht hat.1 Und ähnlich wie Thomas Nipperdey (1927–1992) – der eine Generation zuvor dieselben Fächer wie Rüsen, Geschichte und Philosophie, in Köln studiert hatte – seine Geschichte des 19. Jahrhunderts mit der lapidaren Bemerkung einleitet: „Am Anfang war Napoleon.“,2 so ließe sich die akademische Biografie des Jubilars mit dem Satz beginnen: Am Anfang war Droysen! Denn ihm und seiner Historik ist nicht nur die Doktorarbeit Rüsens gewidmet gewesen, ihm hat er – trotz aller intellektuellen Offenheit gegenüber innovativen Forschungsansätzen – bis heute...

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