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Die Haftung des Kunstexperten

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Daniel Schrembs

Das Buch beschäftigt sich mit den Hintergründen und Grundlagen der Kunstexpertenhaftung. Die Kunstexpertise ist von herausragender Bedeutung für den Kunstmarkt. Sie entscheidet über die Authentizität eines Kunstwerkes und damit über Millionenwerte. Der Autor untersucht die Fälle, in denen Experten irren. Geschädigte Käufer und Verkäufer fragen dann nach ihren rechtlichen Möglichkeiten – auch nach einer Haftung des Kunstexperten. Die Haftung des Kunstexperten ist gerichtlich nicht geklärt, wodurch sich eine erhebliche Rechtsunsicherheit für die Kunstmarktbeteiligten ergibt. Der Autor klärt die Sorgfaltsanforderungen an die Tätigkeit eines Kunstexperten und zeigt anhand von vielen Beispielen aus der Praxis Wege einer Haftung des Kunstexperten auf.

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Kapitel 5: Die Haftung des Kunstexperten aus unerlaubter Handlung

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Kapitel 5:  Die Haftung des Kunstexperten aus unerlaubter Handlung

Eine Schadensersatzhaftung des Kunstexperten gegenüber jedermann, das heißt sowohl gegenüber seinem Auftraggeber als auch gegenüber Nicht-Auftraggebern (Dritten) kann sich nach § 675 Abs. 2 BGB auch aus einer «unerlaubten Handlung» ergeben. Die unerlaubten Handlungen sind in den §§ 823 ff. BGB geregelt. Sie setzen voraus, dass jemand «vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder ein sonstiges Recht eines anderen widerrechtlich verletzt» (§ 823 Abs. 1 BGB), «gegen ein den Schutz eines anderen bezweckendes Gesetz verstößt» (§ 823 Abs. 2 BGB) oder «in einer gegen die guten Sitten verstoßenden Weise einem anderen vorsätzlich Schaden zufügt» (§ 826 BGB).1072

A.    Die Haftung wegen Verletzung eines absoluten Rechts

Nach § 823 Abs. 1 BGB ist zum Schadensersatz verpflichtet, «[w]er vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder ein sonstiges Recht eines anderen widerrechtlich verletzt». In den hier interessierenden Fällen unrichtiger (mangelhafter) Kunstexpertisen kommen als verletzte Rechtsgüter «das Eigentum oder ein sonstiges Recht» in Betracht.

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