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Ausbau mehrsprachiger Repertoires im Two-Way-Immersion-Kontext

Eine ethnographisch-linguistische Langzeituntersuchung in einer deutsch-italienischen Grundschulklasse

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Reseda Streb

Anhand empirischer Daten geht die Autorin der Frage nach, wie Kinder gleichzeitig in zwei Sprachen lesen, schreiben und sprechen lernen. Über einen Zeitraum von vier Jahren erhob sie Daten, um die bilinguale Sprachpraxis in einem deutsch-italienischen Two-Way-Immersion-Projekt zu untersuchen.

Unter der Annahme, dass sich Repertoires durch sprachliches Handeln ausbauen und umformen, analysiert sie die im Unterrichtskontext und in Interviews entstandenen Beobachtungen im Zusammenhang mit den persönlichen Daten der SprecherInnen. Dabei kommt die Autorin zu dem Ergebnis, dass der Sprachausbauprozess sehr individuell verläuft und die Two-Way-Immersion hierbei eine Methode ist, sprachlicher Heterogenität in der Klasse gerecht werden zu können.

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1. Projektkontext: Das Two-Way-Immersion-Konzept, die Projektschule und ihre AkteurInnen

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Dieses Kapitel stellt den Kontext des Promotionsprojektes vor. Zunächst werden die sprachlichen Verhältnisse in Deutschland sowie das Konzept der Two-Way-Immersion und seine wichtigsten Grundpfeiler kurz zusammengefasst. In diesem methodischen Kontext findet schließlich eine Verortung der Holzhausenschule statt, wobei auf die aktuellen Daten und Fakten sowie die Projektentstehung eingegangen wird. Es folgt eine kompakte Beschreibung der untersuchten Projektklasse, bestehend aus dem LehrerInnen-Team, den Kindern sowie den Eltern.

1.1. Sprachliche Verhältnisse in Deutschland

Es ist nicht einfach, die sprachlichen Verhältnisse in Deutschland anhand statistischer Daten zu rekonstruieren, da in den Statistiken eher mit Kategorien wie Nationalitäten oder Geburtsorten als mit Sprachkenntnissen gearbeitet wird. Auch die Definition der Begriffe Migrationshintergrund oder Ausländer, die im alltagssprachlichen Gebrauch häufig Verwendung finden3, ist für die in der vorliegeden Untersuchung im Fokus stehende Gruppe kein anwendbares Kriterium. Hier steht eine Gruppe von Kindern im Fokus, die sich genau durch ihre Sprachkenntnisse definiert, indem sie neben den oder anstelle der Deutschkenntnisse(n) auch sprachliche Ressourcen aus dem Italienischen mitbringt. ← 15 | 16 →

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