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Verknappungsphänomene in Sprache, Kultur und neuen Medien

Reduktion als funktionales Instrument und zeitgenössisches Stilmittel

Liane Ströbel

Im Mittelpunkt der Untersuchung steht die Frage, inwieweit Verknappung bewusst als funktionales Instrument und zeitgenössisches Stilmittel in Sprache, Kultur und neuen Medien eingesetzt wird. Der Sammelband untersucht das Phänomen der Verknappung zunächst als Strategie in der digitalen Welt, der Werbung und der graphischen Kommunikation und anschließend als Stilmittel in Kunst, Literatur und Sprache. Die Beiträger heben die Rolle von Verknappung als Nährboden für neue Komprimierungsprozesse hervor und zeigen übergreifend unterschiedliche Realisierungen von Verknappung in der modernen Gesellschaft auf.

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Einleitung: Verknappungsphänomene in Sprache, Kultur und neuen Medien: Reduktion als funktionales Instrument und zeitgenössisches Stilmittel (Liane Ströbel)

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Liane Ströbel

Verknappungsphänomene in Sprache, Kultur und neuen Medien: Reduktion als funktionales Instrument und zeitgenössisches Stilmittel

Das Thema „Verknappung“ hat in den letzten Jahrzenten durch ein verstärktes Krisenbewusstsein an Brisanz gewonnen. Konzeptuell eng an Ökonomie, Ökonomisierung, Wirtschaftlichkeit und den damit verbundenen oikos im Sinne der Gemeinschaft gekoppelt, fungiert die Verknappung weithin als Gegenpol zu Wachstum, Prosperität und Überschuss. Dieser Band widmet sich dem Aufzeigen von Verknappungsstrategien in Sprache, Kultur und den neuen Medien mit dem Ziel, das Augenmerk von den, durch die Etymologie implementierten, negativen Assoziationen weg und hin in Richtung auf das schöpferische Potential und die Spannbreite dieser neuen stilistischen Varianten zu lenken.

Das Buch basiert auf ausgewählten Beiträgen der Sektion „Verknappungsphänomene“ des XXXIV. Romanistentags in Mannheim im Juli 2015, welche ich zusammen mit Sieglinde Borvitz und Yasmin Temelli geleitet habe. Der Band gliedert sich in drei Bereiche, erstens in Verknappungsstrategien in der digitalen Welt und der Werbung (Beiträge 1 und 2), zweitens in Verknappungsphänomene in der dynamischen und statischen Kommunikation (Beiträge 3 und 4) und drittens Verknappung als Stilmittel in Literatur und Sprache (Beiträge 5 und 6). Der Fokus wurde auf eine transversale Annäherung gelegt, bei der verschiedene Phänomene von Verknappung aus kulturwissenschaftlicher, literarischer und linguistischer Perspektive dargestellt werden, mit dem Ziel, übergreifend unterschiedliche Realisierungen von Verknappung in der modernen Gesellschaft aufzuzeigen und der Frage nachzugehen, inwieweit Reduktion bewusst als funktionales Instrument und zeitgenössisches Stilmittel eingesetzt...

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