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Verknappungsphänomene in Sprache, Kultur und neuen Medien

Reduktion als funktionales Instrument und zeitgenössisches Stilmittel

Liane Ströbel

Im Mittelpunkt der Untersuchung steht die Frage, inwieweit Verknappung bewusst als funktionales Instrument und zeitgenössisches Stilmittel in Sprache, Kultur und neuen Medien eingesetzt wird. Der Sammelband untersucht das Phänomen der Verknappung zunächst als Strategie in der digitalen Welt, der Werbung und der graphischen Kommunikation und anschließend als Stilmittel in Kunst, Literatur und Sprache. Die Beiträger heben die Rolle von Verknappung als Nährboden für neue Komprimierungsprozesse hervor und zeigen übergreifend unterschiedliche Realisierungen von Verknappung in der modernen Gesellschaft auf.

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Computervermittelte Interaktion: Verknappung oder Reichhaltigkeit? Eine Untersuchung anhand synchroner Online-Interaktion im Französischen und Spanischen (Verena Thaler)

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Verena Thaler

thaler@phil.uni-­mannheim.de

Universität Mannheim,

Romanisches Seminar

Computervermittelte Interaktion: Verknappung oder Reichhaltigkeit? Eine Untersuchung anhand synchroner Online-­Interaktion im Französischen und Spanischen

Abstract: Computervermittelte Kommunikation wird in der sprachwissenschaftlichen Forschung häufig mit Verkürzung und Verknappung in Verbindung gebracht. Wie der Begriff der Verknappung sinnvoll auf die Beschreibung von Sprache und Sprachgebrauch angewendet werden kann, soll in diesem Beitrag untersucht werden. Es wird vorgeschlagen, den Begriff primär auf die mangelnde Verfügbarkeit bestimmter kommunikativ relevanter Ressourcen zu beziehen, welche, in einer sekundären Verwendungsweise des Begriffs, bestimmte sprachliche Phänomene der Verkürzung zur Folge haben können. Dies wird am Beispiel französischer und spanischer Online-­Interaktion in öffentlichen Plauder-­Chats veranschaulicht. Der Beitrag geht außerdem der Frage nach, ob sprachlich-­formale Verkürzungen dieser Art auch mit einer qualitativen Verknappung der Kommunikation einhergehen. Mit Bezug auf die Theorie der sozialen Informationsverarbeitung (Walther 1992; Walther/Burgoon 1992) wird dafür argumentiert, dass computervermittelte Interaktion auf formal-­sprachlicher Ebene zwar eine Reihe von Verkürzungen und Reduzierungen aufweist, auf der Ebene der sozialen Interaktion in mehrerlei Hinsicht aber äußerst reichhaltige und kreative Formen der Kommunikation hervorbringt. Anhand ausgewählter Beispiele wird gezeigt, in welcher Form die sprachlich-­kommunikative Reichhaltigkeit sich im Chat-­Diskurs konkret manifestiert und inwiefern sie in manchen Fällen sogar erweiterte Ausdrucksmöglichkeiten mit sich bringen kann.

Computer-­mediated communication is often associated with reduction. This paper addresses...

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