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Friesische Händler und der frühmittelalterliche Handel am Oberrhein

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Jens Boye Volquartz

Die Studie befasst sich mit dem oberrheinischen Ausläufer des sonst eher im Nordseeraum wahrgenommenen Friesenhandels. Die friesischen Handelsaktivitäten als Vorgänger des Hansehandels annehmend analysiert der Autor die Handelsorganisation der Friesen fern ihrer Heimatregion und die Interdependenzen zwischen dem von ihnen getragenen Fernhandel und der städtischen Entwicklung der oberrheinischen Bischofsstädte Mainz, Worms, Straßburg und Basel. Die Ergebnisse veranschaulichen nicht bloß Handelsrouten, Logistik, Warensortiment und Vertriebssystem friesischer Händler auf der Rheinroute, sondern auch deren Wirkung am Oberrhein, insbesondere hinsichtlich der Ausprägung eines zur frühmittelalterlichen Zeit einzigartigen Städtetypus, dessen Spuren noch heute im Stadtbild sichtbar sind.

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Vorwort des Herausgebers

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Seit dem 1. April 2015 ist Jens Boye Volquartz wissenschaftlicher Mitarbeiter beim DFG-geförderten und an der Kieler Professur für Regionalgeschichte angesiedelten Forschungsvorhaben zum Thema „Kleinburgen als Phänomen sozialen und herrschaftsräumlichen Wandels. Die Beispiele Schleswig und Holstein (13.–16. Jahrhundert)“. Zuvor hat er sein Geschichtsstudium an den Universitäten in Greifswald, Jena und Freiburg im Breisgau absolviert und erfolgreich mit der Erlangung des akademischen Grades eines Master of Arts abgeschlossen. Bei der hier vorgelegten Publikation handelt es sich um die in diesem Zusammenhang im Jahr 2014 abgefasste Masterarbeit. Ihrer thematischen Relevanz wegen – es geht darin um bislang mehr oder minder übersehene oder vernachlässigte Aspekte der friesischen Geschichte – und überhaupt aufgrund ihrer wichtigen, über den engeren Rahmen der friesischen Geschichte hinausweisenden Erkenntnisse ist die Arbeit für die Aufnahme in die wissenschaftliche Reihe der Kieler Werkstücke von vorneherein prädestiniert gewesen. Sie fügt sich damit passgenau in das mittlerweile recht stattliche Portfolio beeindruckender Erstlingsschriften des wissenschaftlichen Nachwuchses ein, die in dieser Reihe publiziert und von der Fachwelt lebhaft rezipiert worden sind.

Jens Boye Volquartz schaut in seiner Studie auf das Phänomen des Friesenhandels im Frühmittelalter, insbesondere für den Bereich des Rheingebiets. Das ist gewissermaßen wissenschaftliches Neuland. Denn in der Frühmittelalterforschung ist dieser Handel bisher nur durch Nennung einzelner, augenscheinlich zusammenhangloser Quellenstellen behandelt worden. Das Innovative an der Arbeit ist nun aber ganz grundsätzlich nicht nur das Aufgreifen des augenscheinlich brachliegenden Themas, sondern vielmehr die Tatsache,...

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