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Akten des XIII. Internationalen Germanistenkongresses Shanghai 2015 - Germanistik zwischen Tradition und Innovation

Band 10

Series:

Jianhua Zhu, Michael Szurawitzki and Jin Zhao

Der Band dokumentiert die Sektionen aus dem Bereich Literaturwissenschaften auf dem IVG-Kongress 2015. Er beginnt mit der Sektion «Experimentelle Gegenwartsliteratur». Darauf folgt die Sektion «Neue Realismen. Formen des Realismus in der Gegenwartsliteratur», bevor die Sektion «Ökologie und Umweltwandel in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur» dokumentiert wird. Die Sektion «Entwicklungstendenzen der deutschen Literatur nach 1989/90. Neueste deutschsprachige Literatur als Speicher zeitgenössischer Identitätsmodelle» beschließt den Band.

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Einführung (Gabriele Dürbeck / Ralf Zschachlitz)

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Gabriele Dürbeck (Vechta, Deutschland) Ralf Zschachlitz (Lyon, Frankreich)

Einführung

Ecocriticism hat sich als Forschungsansatz seit Anfang der 1990er Jahre zunächst in den USA und seit 2000 auch in Europa, Australien und Asien etabliert. Angestoßen durch die britische Germanistik (v. a. Goodbody 1998, 2014) und Amerikanistik (Zapf 2002, 2008; Gersdorf/Mayer 2005) fassen Ecocriticism und Kulturökologie auch in Deutschland allmählich Fuß (Hofer 2007; Dürbeck/Stobbe 2015; Zemanek 2016; Stolte-Gresser/Schmitt 2016), doch ist die auf den deutschsprachigen Kulturraum bezogene Forschung – trotz der virulenten öffentlichen Umweltdebatte – noch relativ wenig entwickelt.

Die Sektion „Ökologie und Umweltwandel in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur“ des 13. Kongresses der IVG in Shanghai hatte das Ziel, das affirmative wie auch kritische Potential der auf Umwelt und Klimawandel bezogenen Literatur seit 1945 zu analysieren, woraus die vorliegende Sammlung von Beiträgen entstanden ist. Diese untersuchen zum einen Konzepte, Wertvorstellungen und Repräsentationen von Natur, zum anderen die spezifisch literarische Auseinandersetzung mit ökologischen Problemen im Kontext ökonomischer, gesellschaftlicher und kultureller Fragen (vgl. dazu Heise 2013). Zudem richten sie den Blick auf die Funktion der Darstellung von Figuren, z. B. Naturliebhaber, Ökotouristen, Klimaretter oder Umweltsünder. Ein wichtiges Thema ist auch die unterschiedliche Verarbeitung ökologischer Themen in Ost- und Westdeutschland, insbesondere nach der Wiedervereinigung.

In vielen der Beiträge stellt sich die Frage, welcher Stellenwert traditionellen Deutungsmustern in der Darstellung von Mensch-Natur-Verhältnissen zukommt. In dieser Hinsicht erörtern sie einerseits die Natur als Chiffre für die Suche nach...

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