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Akten des XIII. Internationalen Germanistenkongresses Shanghai 2015 - Germanistik zwischen Tradition und Innovation

Band 10

Series:

Jianhua Zhu, Michael Szurawitzki and Jin Zhao

Der Band dokumentiert die Sektionen aus dem Bereich Literaturwissenschaften auf dem IVG-Kongress 2015. Er beginnt mit der Sektion «Experimentelle Gegenwartsliteratur». Darauf folgt die Sektion «Neue Realismen. Formen des Realismus in der Gegenwartsliteratur», bevor die Sektion «Ökologie und Umweltwandel in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur» dokumentiert wird. Die Sektion «Entwicklungstendenzen der deutschen Literatur nach 1989/90. Neueste deutschsprachige Literatur als Speicher zeitgenössischer Identitätsmodelle» beschließt den Band.

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Der Pflegeheimroman. Ein Resultat des demographischen Wandels (Petra Brunnhuber)

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Petra Brunnhuber (Florenz, Italien)

Der Pflegeheimroman. Ein Resultat des demographischen Wandels

Der demographische Wandel, der den Altersaufbau der Bevölkerung verändert, gehört zu den bedeutendsten gesellschaftspolitischen Herausforderungen in Deutschland und der gesamten industrialisierten Welt.

Der Anteil der 65-Jährigen hat sich in Deutschland von 1871 von fünf Prozent bis 2006 auf zwanzig Prozent vervierfacht und wird auf über zweiundzwanzig Millionen im Jahr 2030 und 2050 ca. dreiundzwanzig Millionen ansteigen, was ungefähr einem Drittel der Bevölkerung entsprechen wird. Lebten 1871 weniger als ein Prozent ab 80-Jährige in Deutschland, so waren es 2006 fünf Prozent und 2050 wird sich dieser Anteil nochmals verdreifachen. Dies ist nicht zuletzt deshalb wichtig, weil vor allem diese Altersgruppe Pflegeleistungen in Anspruch nehmen muss. Laut der Pflegestatistik 2005 gibt es eindeutig einen Trend zur professionellen Pflege. Die Nachfrage nach stationären Angeboten nimmt aufgrund der familiären Entwicklung, steigenden Zahl der berufstätigen Frauen, Kleinfamilien, kinderlosen Familien, Singlehaushalten, zu. So ist gegenüber 1999 die Zahl der in Heimen betreuten Pflegebedürftigen um rund achtzehn Prozent (plus 103 000) gestiegen, während die Pflege durch Angehörige bzw. die Zahl der reinen Pflegegeldempfänger um fünf Prozent (minus 47 000) abnahm.1 Dabei ist zu bedenken, dass die Pflege- und Altenheime – wie wir sie kennen – erst Mitte der 1980er bestehen.2

Anhand dieser Ausführungen und Zahlen wird deutlich, dass sich immer mehr Menschen mit der Altersthematik befassen müssen. In jeder Familie...

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