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Akten des XIII. Internationalen Germanistenkongresses Shanghai 2015 – Germanistik zwischen Tradition und Innovation

Band 4

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Edited By Jianhua Zhu, Jin Zhao and Michael Szurawitzki

Der Band dokumentiert Sektionen aus dem Bereich Sprachdidaktik und Sprachvermittlung des Kongresses der Internationalen Vereinigung für Germanistik (IVG) in Shanghai 2015. Er beginnt mit der Sektion «Qualifizierung von DaF-Lehrkräften weltweit», darauf folgt die Sektion «Germanistische Qualifikationen weltweit: Curricula und Berufsbilder von AuslandsgermanistInnen». Die Sektion «Phonetik und Phonologie Deutsch als Fremdsprache» beschließt den Band.

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Wortakzentuierung vietnamesischer Deutschlernender – Störfaktoren und didaktische Überlegungen

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1. Studien zur Wortakzentuierung bei asiatischen Fremdsprachenlernenden

Der Unterschied in der Produktion des Wortakzents zwischen Muttersprachlern und Lernenden ist vielfältig, je nach Muttersprache der Lernenden. Chen et al.1 ermittelten, dass chinesische Lernende dieselben akustischen Mittel zur Hervorhebung der betonten Silben wie amerikanische Lernende nutzten, jedoch mit signifikant größerer F0. Die Äußerungen der Mandarin Probanden zeigten einen größeren Tonhöhenumfang mit vielen Fluktuationen. Zhang et al.2 fanden einen Einfluss des chinesischen Vokalinventars, das sich von dem der Zielsprache Englisch unterscheidet. Laut Lee et al.3 zeigten japanische bilinguale Kinder bei der Produktion englischer unbetonter Vokale ein besseres Dauerverhältnis als die koreanische Gruppe. Dazu sollten der moraische rhythmische Charakter und die distinktive phonologische Dauer im Japanischen führen. Die koreanische Gruppe unterschied sich von den Muttersprachlern erstens durch eine kleinere Differenzierung der Intensität und Dauer zwischen betonten und unbetonten Vokalen und zweitens durch den Ersatz des unbetonten Vokals durch den koreanischen geschlossenen mittleren Vokal. Die Produktion des Wortakzents bei vietnamesischen Englischlernenden wurde von Nguyễn/Ingram4 untersucht, die eine Übertragung des vietnamesischen hohen Tons auf betonte Silben feststellten.←267 | 268→ Die Autoren behaupteten, dass vietnamesische Lernende Tonhöhe als akustisches Mittel zur Wortakzentuierung manipulieren können, nicht aber die Dauer und die Vokalreduktion.

2. Wortakzentuierung bei vietnamesischen DaF-Lernenden

Die Probanden waren 10 Vietnamesen (Alter: 17–19) und 10 Deutsche (Alter: 21–43), die 723 Tokens von 39 deutschen Komposita erzeugten. Relevante akustische Parameter waren die Dauer, Intensität und Grundfrequenz....

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