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Akten des XIII. Internationalen Germanistenkongresses Shanghai 2015 – Germanistik zwischen Tradition und Innovation

Band 5

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Edited By Jianhua Zhu, Jin Zhao and Michael Szurawitzki

Der Band dokumentiert Sektionen aus dem Bereich Sprachdidaktik und Sprachvermittlung auf dem IVG-Kongress 2015. Er beginnt mit der Sektion «Sprachpflege und Sprachkritik als gesellschaftliche Aufgaben», darauf folgen die Sektionen «Wie kann man in der heutigen Zeit der Globalisierung die deutsche Sprache in der Welt (optimal) fördern?», «Inter- und Transkulturalität bei internationalen Kooperationen im Hochschulbereich: Schwerpunkt Deutsch als Fremdsprache» sowie «Lernplattformen zum virtuellen Lernen – was bringen sie für Lernen und Lehren und welche Chancen und Möglichkeiten für die internationale Germanistik». Die Sektion «Bedeutung und Vermittlung des Deutschen für die Fach- und Berufskommunikation weltweit» beschließt den Band.

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Polnische Schüler und ihre Motive zum Deutschlernen: Versuch einer Bestandsaufnahme (Maciej Mackiewicz)

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Maciej Mackiewicz (Poznań, Polen)

Polnische Schüler und ihre Motive zum Deutschlernen: Versuch einer Bestandsaufnahme

1. Einführung

Laut des neuesten statistischen Berichts über den Fremdsprachenunterricht an Schulen in Polen im Schuljahr 2011/2012 hatten 1 868 809 Schüler in allen Arten von Schulen Deutsch als Pflichtfach. Diese Zahl machte 38,9 % aller Schüler aus1. Die deutsche Sprache nimmt somit eine starke zweite Position ein, doch es bleibt Tatsache, dass das Interesse an dieser Sprache bei Schülern, häufig aber auch bei Schulleitern und anderen Entscheidungsträgern, zurückgeht. Bei Fremdsprachenkursen dominiert die englische Sprache als Lingua franca, und das gilt auch für Schulfächer. Nach der politischen Wende in Polen im Jahre 1989 schien sich die deutsche Sprache zuerst erfolgreich gegen die wachsende Vormachtstellung des Englischen zu wehren. DaF war in Polen zu dem Zeitpunkt fest verankert, denn auch in der Volksrepublik Polen wurde die Sprache der DDR-Bürger von den Machthabern und den Bildungsbehörden unterstützt (abgesehen vom Verbot des schulischen Deutschunterrichts in Oberschlesien und der Umgebung von Oppeln). Die geopolitischen Veränderungen in Europa hatten also zunächst zufolge, dass die an polnischen Schulen angebotene deutsche Sprache nicht an Bedeutung verlor. Ein wesentlicher Förderfaktor war die politische Öffnung Polens.

Die englische Sprache verfestigte sich jedoch deutlich schneller und begann als eine globale Sprache andere Fremdsprachen in Polen zu überschatten und sie im Endeffekt beiseite zu drängen. Derweilen sank von Jahr zu Jahr...

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