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Akten des XIII. Internationalen Germanistenkongresses Shanghai 2015 – Germanistik zwischen Tradition und Innovation

Band 6

Series:

Jianhua Zhu, Jin Zhao and Michael Szurawitzki

Der Band dokumentiert Sektionen aus dem Bereich Sprachdidaktik und Sprachvermittlung auf dem IVG-Kongress 2015. Er beginnt mit der Sektion «Kognition der Mehrsprachigkeit», darauf folgt die Sektion «Das Lernen und Lehren der deutschen Sprache in einer mehrsprachigen Welt: sprachpolitische Bedingungen und Ansätze». Die Sektion «Die Rolle des Sprachvergleichs beim Erwerb des Deutschen» beschließt den Band.

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Zur Rolle des Sprachvergleichs im Fremdsprachenunterricht – am Beispiel des deutsch-chinesischen Sprachvergleichs im DaF-Unterricht in China (Almut Klepper-Pang)

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Almut Klepper-Pang (Beijing, VR China)

Zur Rolle des Sprachvergleichs im Fremdsprachenunterricht – am Beispiel des deutsch-chinesischen Sprachvergleichs im DaF-Unterricht in China

1. Einführung: Sprachvergleich im Fremdsprachenunterricht

Die Rolle des Sprachvergleichs im Fremdsprachenunterricht ist im internationalen Kontext bisher nur wenig thematisiert worden, was u. a. an der kontroversen Haltung zu der Frage liegt, welche Bedeutung dem systematischen Vergleich der L1 mit der zu erlernenden L2 im Prozess des Fremdsprachenlernens zukommt.

Das hinter kontrastiven Analysen stehende Grundprinzip erscheint zunächst recht einfach: Die L1 funktioniert wie eine Art „Filter“ beim Fremdsprachenlernen. Somit ergibt sich ein Vergleich der L1- und L2-Sprachsysteme relativ natürlich, was zu positivem Transfer, aber auch zu Interferenzprozessen führen kann (vgl. Wode 1988, S. 97). In den 1970-er Jahren wurden kontrastive Analysen durch die „Kontrastive Linguistik“/Fehleranalyse (Error Analysis) zunehmend populär. Die Rolle des Sprachvergleichs beim Fremdsprachenlernen ist jedoch nicht unumstritten. Einerseits erhoffte man sich positive Impulse für den Fremdsprachenunterricht durch die Bewusstmachung der durch den Einfluss der L1 bedingten Lernschwierigkeiten: Sie sollten bei der Entwicklung von Lernmaterialien und Unterrichtsmethoden mit berücksichtigt werden. Andererseits widerspricht der Sprachvergleich im Fremdsprachenunterricht Unterrichtsmethoden wie „total immersion“, wo Lernende sich nach Möglichkeit ausschließlich im L2-Sprachsystem bewegen sollen – ohne Rückgriff auf die L1.

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