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Akten des XIII. Internationalen Germanistenkongresses Shanghai 2015 – Germanistik zwischen Tradition und Innovation

Band 6

Series:

Jianhua Zhu, Jin Zhao and Michael Szurawitzki

Der Band dokumentiert Sektionen aus dem Bereich Sprachdidaktik und Sprachvermittlung auf dem IVG-Kongress 2015. Er beginnt mit der Sektion «Kognition der Mehrsprachigkeit», darauf folgt die Sektion «Das Lernen und Lehren der deutschen Sprache in einer mehrsprachigen Welt: sprachpolitische Bedingungen und Ansätze». Die Sektion «Die Rolle des Sprachvergleichs beim Erwerb des Deutschen» beschließt den Band.

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Durch Sprachvergleich Synergien schaffen: Deutsch (L3) nach Englisch (L2) in Japan (Maria Gabriela Schmidt)

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Maria Gabriela Schmidt (Tsukuba, Japan)

Durch Sprachvergleich Synergien schaffen: Deutsch (L3) nach Englisch (L2) in Japan

1. Einleitung

Deutsch wird in Japan meistens als zweite Fremdsprache gelehrt. Die Angst, Fehler zu machen und das Gesicht zu verlieren, kann zu Kommunikationsverweigerung führen, wodurch wiederum wichtige Übungsmöglichkeiten verloren gehen. Ein reflektierter in die Sprachvermittlung integrierter Sprachvergleich bietet die Möglichkeit, diese Negativspirale auszusetzen und Synergien zwischen den Sprachen zu schaffen: Die Lernenden können durch bewusstmachende Strategien nicht nur neue Dimensionen in der eigenen Sprache entdecken und damit ihre eigensprachliche Kompetenz verbessern, sondern auch über mehrere Sprachen hinweg durch Hypothesenbildung sprachliche Gemeinsamkeiten und Unterschiede entdecken. Bezogen auf die deutsche Sprache kann der Sprachvergleich zeigen, dass scheinbare Unregelmäßigkeiten bei den sprachlichen Wendungen oder der Grammatik eine kulturelle Komponente und eine Beziehung zu den Nachbarsprachen besitzen: „I am fine. / It is okay. – Es geht mir gut. / Es geht. – Je vais bien. / Ça va.“

Etwas zu vergleichen oder zu kontrastieren ist eine kognitive und eine wissenschaftliche Methode. Ergebnisse der Neurolinguistik zeigen, dass unser Gehirn ständig nach Ähnlichkeiten oder Zusammenhängen sucht. Deshalb ist es sinnvoll, den Sprachvergleich systematisch in die Fremdsprachenvermittlung einzubeziehen. Der vorliegende Beitrag geht kurz darauf ein, welche Aspekte der deutschen Sprache für japanische Lernende schwierig sind. Daran schließt sich eine Fehleranalyse sowie ein Vorschlag zur Didaktisierung an.

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