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Akten des XIII. Internationalen Germanistenkongresses Shanghai 2015 -Germanistik zwischen Tradition und Innovation

Band 7

Series:

Jianhua Zhu, Michael Szurawitzki and Jin Zhao

Der Band dokumentiert die Sektionen aus dem Bereich Kulturwissenschaften auf dem IVG-Kongress 2015. Er beginnt mit der Sektion «Kulinaristik: Kultur – Kommunikation – Küche». Darauf folgt die Sektion «Begegnungen zwischen den deutschsprachigen Ländern und Asien», bevor die Sektion «Kulturdifferente Lehr- und Lernstile, nationalspezifische Wissenstraditionen und interdisziplinäre Methoden – wohin führt der Weg einer Germanistik als Fremdkulturwissenschaft?» dokumentiert wird. Die Sektion «Interkulturalität (in) der Wissenschaft» beschließt den Band.

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Kulinaristik am Beispiel von Doris Dörries Film „How to cook your life: wie man sein Leben kocht; die Zen-Kochkunst des Edward Espe Brown“ (Mihaela Zaharia)

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Mihaela Zaharia (Bukarest, Rumänien)

Kulinaristik am Beispiel von Doris Dörries Film „How to cook your life: wie man sein Leben kocht; die Zen-Kochkunst des Edward Espe Brown“

Auch Filme können manches vom Kulturthema „Essen“ beleuchten1, wobei Filmemacher wie Doris Dörrie am Essen als religiös konnotiertem Kulturakt mit Sozialisations- bzw. mit therapeutischem Charakter interessiert sind. Dieses Interesse betrifft für die deutsche Regisseurin auch die Fremde als Topos mit polyfunktionalem Charakter, eigentlich Ostasien und insbesondere Japan und manifestiert sich paradigmatisch in ihren Kunstfilmen: „Erleuchtung garantiert“ (1999), „Der Fischer und seine Frau“ (2005) und „Kirschblüten. Hanami“ (2008), aber auch in ihrem Dokumentarfilm: „How to cook your life: wie man sein Leben kocht; die Zen-Kochkunst des Edward Espe Brown“ (2007). Interessant ist, dass die deutsche Regisseurin schon seit Langem eine Lösung für die Traumata der Europäer in der nicht-europäischen Welt sucht.

Kulinarischeres als Doris Dörries Dokumentarfilm „How to cook your life“ scheint es dem Titel zufolge kaum zu geben, und das umso mehr, als eines der Kapitel den Titel trägt: „Wer kocht wen?“ So wird das Kochen bei Doris Dörrie zur Metapher für das Leben: einerseits für das den Menschen jederzeit strapazierende Leben und seine harten Proben (s. Szene mit den verbeulten Kesseln), andererseits für ein in Frieden mit sich selbst und der Welt geführtes Leben (s. alle anderen Szenen). Doris Dörries Prosatexte und Filme bleiben Reisen oder Reisegeschichten,...

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