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Serialität in der italienischen Kultur

Serialità nella cultura italiana

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Robert Fajen

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Vorwort/Prefazione

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Deutsche Version

Vom 3. bis 5. März 2016 richtete das Institut für Romanistik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg für den Deutschen Italianistenverband in Halle (Saale) den 10. Deutschen Italianistentag aus. Erstmals in der Geschichte des Verbandes war diese Tagung nicht mehr in drei, sondern vier Bereiche unterteilt. Neben den traditionellen literatur-, sprachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Sektionen wurde auch eine mit kulturwissenschaftlichem Schwerpunkt angeboten. Der vorliegende Band versammelt einen Großteil der Beiträge, die in dieser Sektion präsentiert wurden.

Wie alle Kongresse des Deutschen Italianistenverbandes stand auch der Hallenser Italianistentag unter einem verbindenden Motto. Es lautete: „Serialität – Reihen, Fortsetzungen, Folgen“. Die Relevanz dieses Themas für kulturwissenschaftliche Fragestellungen ist offenkundig; denn Reihenbildungen stellen ein grundlegendes Strukturprinzip kultureller Produktivität dar. Sie kennzeichnen, wie Umberto Eco schon vor Jahren in seinem immer noch lesenswerten Aufsatz „L’innovazione nel seriale“ (1985) erklärte, bereits die vormodernen Gesellschaften und manifestieren sich dementsprechend verschiedenartig und vielförmig. Aus einer formgeschichtlichen Perspektive lässt sich feststellen, dass die Ausprägung langfristig wirksamer kultureller Muster oft, wenn nicht immer, auf dem generativen Grundschema der Serialität basiert, nämlich der Kombination von Wiederholung und (minimaler) Variation. Indem Folge an Folge gereiht wird, bilden sich feste und beschreibbare Repertoires heraus, die sich potentiell ins Unendliche perpetuieren. Solche seriell konstituierten Repertoires sind äußerst fruchtbar. Im Rahmen eines konstant gleichbleibenden Musters ermöglichen sie die Erzeugung von immer neuen Versionen eines impliziten Modells, Versionen, die sich gerade nicht durch ihre...

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