Show Less
Restricted access

Spektrum Nord: Vielfalt der Ziele, Inhalte und Methoden in der Landeskunde

Beiträge zur 3. Konferenz des Netzwerks «Landeskunde Nord» in Odense am 21./22. Januar 2016

Series:

Klaus Geyer and Frank Thomas Grub

2012 wurde das Netzwerk-Projekt «Landeskunde Nord» ins Leben gerufen, dessen Ziel es ist, Forschung und Lehre zur Landeskunde des Deutschen als Fremdsprache, insbesondere in den nordischen Ländern, voranzutreiben. Dieses Buch knüpft an die bereits erschienenen Bände «Landeskunde Nord» beziehungsweise «Perspektive Nord» an und bietet weitere Reflexionen wissenschaftstheoretischer, fachdidaktischer und inhaltlicher Aspekte, die für die Gestaltung der landeskundlichen Lehre und des landeskundlichen Unterrichts relevant erscheinen. In ihrer Vielfalt schlagen die Konzepte und Ideen des Bandes Brücken zu Literatur- und Sprachwissenschaft sowie zu den Sozial- und Kulturwissenschaften. Die Beiträge nehmen international geführte Fachdiskussionen auf und haben auch deshalb über die nordischen Länder hinaus Bedeutung.

Show Summary Details
Restricted access

Vorwort

Extract



Das besondere Augenmerk des vorliegenden Bandes liegt auf den mannigfaltigen Auffassungen von Landeskunde, die in einer Vielfalt der Ziele, Inhalte und Methoden landeskundlichen Lehrens und Lernens ihren Ausdruck finden. Unterschiedliche institutionelle Rahmenbedingungen auf der makrostrukturellen Ebene – wie die Verankerung der Landeskunde in germanistischen, translatorischen oder kombinatorisch angelegten Studiengängen (‚Deutsche Sprache plus x‘) – spielen dabei ebenso eine Rolle wie die fachlichen Verortungen in der Philologie sowie den Geschichts- und/oder Sozialwissenschaften. Betrachtet man die mesostrukturelle Ebene, so erfolgt die Beschäftigung mit landeskundlichen Gegenständen und Themen keineswegs ausschließlich in wie auch immer angelegten, explizit als ‚Landeskunde‘ oder ähnlich bezeichneten Lehrveranstaltungen (‚Kursen‘), sondern findet wenigstens implizit in potentiell jedem im Zusammenhang mit Deutsch stehenden Unterrichtsgeschehen statt. Denn selbstverständlich können auch Illustrationen, Grammatik-Übungen usw. landeskundliche Informationen transportieren. Mikrostrukturell schließlich erfordern individuelle Unterrichtssituationen individuelle Lösungen, die sowohl spezielle Interessen und Motive der Lernenden (und der Lehrenden) als auch die Integrierung tagesaktueller Ereignisse und weiterer relevanter Gesichtspunkte berücksichtigen.

Es kann also nicht Anliegen der vorliegenden Publikation sein, im Spektrum landeskundlicher Ansätze den ‚besten‘ oder gar ‚richtigen‘ zu identifizieren. Ein solches Unterfangen wäre angesichts der Bandbreite der oben angedeuteten Kontexte ohnehin zum Scheitern verurteilt. Vielmehr loten die Beiträgerinnen und Beiträger unter Berücksichtigung der jeweils für sie relevanten makro-, meso- und mikrostrukturellen Aspekte zumindest einige der Möglichkeiten landeskundlicher Lehre aus, wobei ggf. auch deren Begrenzungen deutlich werden. In diesem Sinne seien die hier versammelten Beiträge nicht zuletzt...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.