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Ästhetische Erfahrungen

Theoretische Konzepte und empirische Befunde zur kulturellen Bildung

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Edited By Sabine Grosser, Katharina Köller and Claudia Vorst

Im Rahmen der aktuellen Diskussion zur ästhetischen und kulturellen Bildung gehen Autorinnen und Autoren unterschiedlicher kulturwissenschaftlicher Disziplinen der Frage nach, was ästhetische Erfahrungen sind. Indem sie interdisziplinär sowie ästhetisch-transformatorisch arbeiten, können sie erörtern, wie sich etwas derart Flüchtiges und der Subjektivität Verhaftetes empirisch fassen und in Bildungsinstitutionen initiieren und vermitteln lässt. In den Projekten verlassen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den gewohnten Lernort, übersetzen Materialien in Sprache und Schrift, Texte in Film oder Literatur in Tanz oder werden dazu angehalten, ihre eigenen Wahrnehmungsmuster zu hinterfragen.

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Einleitung

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Was sind ästhetische Erfahrungen? Wie lässt sich etwas derart Flüchtiges, der Subjektivität Verhaftetes empirisch fassen und in Bildungskontexten gezielt initiieren?

Diesen Fragen geht der dritte interdisziplinäre Sammelband des Forschungskollegs Ästhetisches Lernen nach. Die dargestellten ästhetisch-kulturellen Projekte und empirisch forschenden wie auch theoretisch skizzierenden Ansätze stammen aus der Ästhetischen Bildung und der Erziehungswissenschaft, aus Allgemeiner und Vergleichender Literaturwissenschaft, aus Literaturdidaktik, Linguistik und Sprachdidaktik, aus Bildender Kunst und Kunstpädagogik, Theaterpädagogik, Sprech- und Bewegungserziehung. Unsere Autorinnen und Autoren sind in Schule, Hochschule, Theater und Erwachsenenbildung tätig; sie begreifen sich als Lehrende, als Literaturvermittlerinnen oder Kulturschaffende. Bei aller Verschiedenheit verbindet sie die Frage, wie ästhetische Erfahrungen innerhalb und außerhalb von hierfür prädestinierten Bildungsinstitutionen initiiert und sogar planvoll vermittelt werden können, um nachhaltig in ästhetische bzw. kulturelle Bildung zu münden.

Den Auftakt bildet der Beitrag „Diskurse über Kulturelle Bildung“ von Eckart Liebau, der mit seiner Diskussion und begrifflichen Integration des hierzulande oft oppositionell angelegten Verständnisses Kultureller Bildung die Leitlinie des Bandes skizziert. Der Autor stellt sich in die Tradition einer weit reichenden Begriffsdefinition, die in den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts von Vertretern der geisteswissenschaftlichen Pädagogik entwickelt wurde und darauf zielte, das Erziehungs- und Bildungsgeschehen in einem umfassenden kulturgeschichtlichen Rahmen zu verorten und zu legitimieren. In seinem eigenen Konzept Kultureller Bildung knüpft er an diese geisteswissenschaftliche Linie an und verweigert sich einer allzu plakativen und zudem historisch blinden „Gegenüberstellung von...

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