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Ästhetische Erfahrungen

Theoretische Konzepte und empirische Befunde zur kulturellen Bildung

Series:

Sabine Grosser, Katharina Köller and Claudia Vorst

Im Rahmen der aktuellen Diskussion zur ästhetischen und kulturellen Bildung gehen Autorinnen und Autoren unterschiedlicher kulturwissenschaftlicher Disziplinen der Frage nach, was ästhetische Erfahrungen sind. Indem sie interdisziplinär sowie ästhetisch-transformatorisch arbeiten, können sie erörtern, wie sich etwas derart Flüchtiges und der Subjektivität Verhaftetes empirisch fassen und in Bildungsinstitutionen initiieren und vermitteln lässt. In den Projekten verlassen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den gewohnten Lernort, übersetzen Materialien in Sprache und Schrift, Texte in Film oder Literatur in Tanz oder werden dazu angehalten, ihre eigenen Wahrnehmungsmuster zu hinterfragen.

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Per Drehtür in die Praxis und zurück: Studierende initiieren und erforschen literarästhetische Aneignungsprozesse von Grundschulkindern (Claudia Vorst / Eva-Maria Dichtl)

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Claudia Vorst und Eva-Maria Dichtl

Per Drehtür in die Praxis und zurück: Studierende initiieren und erforschen literarästhetische Aneignungsprozesse von Grundschulkindern

Abstract: The article summarizes a higher education didactic project which is designed for students becoming primary school teachers. The project’s aim is to initiate (literary) aesthetic experience and to improve the students’ professionalism by sensitising for literature projects focusing contemporary picture books.

Der Erwerb von literarästhetischer Kompetenz, hier verstanden als Kombination aus literarischen und bildliteralen Fähigkeiten, ist ein komplexer Vorgang, der zukünftige Deutschlehrende vor große Herausforderungen stellt – und mit ihnen ihre Ausbilderinnen und Ausbilder bereits in der ersten Phase der Lehrerbildung. Der Beitrag beschreibt ein hochschuldidaktisches Modell, welches Studierende mit ungewohnten ästhetisch komplexen Gegenständen konfrontiert, sie für Facetten der literarästhetischen Kompetenz von Grundschulkindern sensibilisiert (im Gegensatz zur Lesekompetenz und ihrer Förderung i. d. R. wenig bekannt) und ihnen ästhetische und didaktische Erfahrungen ermöglicht, welche sie im Kontext eines hochschuldidaktischen ‚Drehtür-Modells‘ in der hochschuleigenen Bilderbuchwerkstatt machen. Das Drehtür-Modell sieht die gezielte Einblendung kurzer, gegenstandsbezogener Praxisphasen vor, bevor die Studierenden wieder in die Theorie (d. h. Seminar, Forschungsarbeit, Verfertigung des Praktikumsberichts) zurückkehren.1 Ästhetische Erfahrung und fachdidaktische Forschung verschränken sich hier auf mehreren Ebenen:

• die „Buchforschung“ der Kinder, die sich in der Bilderbuchwerkstatt mit ästhetisch komplexen Bilderbüchern auseinandersetzen,←125 | 126→

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