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Die «Wende» von 1989 und ihre Spuren in den Literaturen Mittelosteuropas

Series:

Alicja Krauze-Olejniczak and Sławomir Piontek

Ein Vierteljahrhundert nach den demokratischen Transformationen in Mittel- und Osteuropa ziehen polnische, österreichische, deutsche, ungarische und tschechische Literaturforscher eine Zwischenbilanz über die Bedeutung dieser politischen, sozialen und kulturellen Veränderungen für die mitteleuropäische Literaturlandschaft. Die in diesem Band versammelten Stimmen gehen der Fragestellung aus unterschiedlichen Perspektiven nach: Sie ergründen sowohl die Folgen der «Wende» für das Literaturschaffen (neue poetische Verfahrensweisen und Gattungen, neue Themenbereiche, neue Identitätsentwürfe) als auch die Thematisierungen der «Wende» in den Werken der SchriftstellerInnen aus Mittel- und Osteuropa sowie der ehemaligen DDR.

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Einmal DDR und zurück: Eugen Ruges Roman In Zeiten des abnehmenden Lichts als eine nachträgliche Auseinandersetzung mit Begebenheiten des real existierenden Sozialismus (Joanna Drynda)

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Joanna Drynda

Einmal DDR und zurück: Eugen Ruges Roman In Zeiten des abnehmenden Lichts als eine nachträgliche Auseinandersetzung mit Begebenheiten des real existierenden Sozialismus

Abstract: Der Aufsatz geht der in Eugen Ruges autobiographisch angehauchtem Roman In Zeiten des abnehmenden Lichts inszenierten Familiengeschichte nach. Die Aufmerksamkeit richtet sich auf die narrativen Strategien, die Entwicklung der DDR in das private Kleinformat zu übersetzen und sie aus der Perspektive der familieninternen Angelegenheiten zu schildern. Die Erfahrungen der Figuren lassen den unwiderruflich ausgeträumten sozialistischen Traum in allen Farbschattierungen wieder aufleben. Einerseits kommt dabei die Gewaltlosigkeit der Wende zum Vorschein, andererseits erklärt der Roman implizit, wie der Nährboden für die Ostalgie geprägt worden ist.

The paper deals with a family story depicted in an autobiographically tinged novel In Zeiten des abnehmenden Lichts by Eugen Ruge. The focus of the paper is on narrative strategies aimed to project the evolution of the GDR into a private small-size format as well as to demonstrate it from the perspective of a within-the-family affair. The experiences of the characters allow us to revive the irrevocably dreamt socialist dream in all possible shades and tones anew. On the one hand, the non-violent nature of the historic turning point becomes clearly visible; on the other hand, the novel exposes, in an implicit way, the foundations of the so-called ‘Ostalgie’.

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