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Die «Wende» von 1989 und ihre Spuren in den Literaturen Mittelosteuropas

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Edited By Alicja Krauze-Olejniczak and Sławomir Piontek

Ein Vierteljahrhundert nach den demokratischen Transformationen in Mittel- und Osteuropa ziehen polnische, österreichische, deutsche, ungarische und tschechische Literaturforscher eine Zwischenbilanz über die Bedeutung dieser politischen, sozialen und kulturellen Veränderungen für die mitteleuropäische Literaturlandschaft. Die in diesem Band versammelten Stimmen gehen der Fragestellung aus unterschiedlichen Perspektiven nach: Sie ergründen sowohl die Folgen der «Wende» für das Literaturschaffen (neue poetische Verfahrensweisen und Gattungen, neue Themenbereiche, neue Identitätsentwürfe) als auch die Thematisierungen der «Wende» in den Werken der SchriftstellerInnen aus Mittel- und Osteuropa sowie der ehemaligen DDR.

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Vorwort

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Ein Vierteljahrhundert nach den demokratischen Transformationen in Mittel- und Osteuropa versuchen Literaturforscher aus der Region und aus Deutschland eine Zwischenbilanz über die Bedeutung dieser politischen, sozialen und kulturellen Veränderungen für die mitteleuropäische Literaturlandschaft zu ziehen. Die in diesem Band versammelten Stimmen polnischer, österreichischer, deutscher, ungarischer und tschechischer Germanisten, Slawisten, Bohemisten, Polonisten, Hungarologen versuchen diesen Fragestellungen aus unterschiedlichen Perspektiven nachzugehen: Ergründet werden sowohl die Folgen der „Wende“ für das Literaturschaffen (neue poetische Verfahrensweisen und Gattungen, neue Themenbereiche, neue Identitätsentwürfe, neue Wechselbeziehungen mit der mittelosteuropäischen Literatur), als auch die Thematisierung der „Wende“ selbst in den Werken der SchriftstellerInnen aus Mittel- und Osteuropa sowie der ehemaligen DDR.

Alfrun Kliems versucht, die Spezifika der mitteleuropäischen Literaturen aus einer topologischen Perspektive zu erfassen. Ihr Beitrag gibt einen Überblick über Phänomene in den „Nachwende“-Literaturen, indem er neuere Werke (etwa von Jáchym Topol, Petra Hůlová, Marketa Pilátová, Andrzej Stasiuk, Olga Tokarczuk, Jana Beňová, Judith Schalansky, Judith Zander) auf die poetischen Verfahren hin untersucht, mit denen sie lokale/regionale/globale Identitäten zugleich (re)konstruieren und als vorgegebene Ressourcen nutzen (Lokalismen, Regionalismen, Exotismen). Sławomir Piontek geht auf der Grundlage des kommunikativen Kulturmodells von Moritz Csáky der Frage nach, wie sich nach 2000 die gegenseitige deutsch-polnische Wahrnehmung in Texten polnischsprachiger Autoren über Deutschland gestaltet. Analysiert werden sowohl Texte von in Polen lebenden Autoren (Andrzej Stasiuk, Kazimierz Brakoniecki) als auch von solchen, die in Deutschland ihren festen Wohnsitz haben und dort...

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