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Text und Holocaust

Die Erfahrung des Ghettos in Zeugnissen und literarischen Entwürfen

Series:

Jacek Leociak

Der Autor analysiert Tagebücher, Erinnerungen, Memoiren, Chroniken, Berichte und Briefe, die während der Zeit des Zweiten Weltkriegs und der deutschen Besatzung im und um das Warschauer Ghetto entstanden. Er untersucht die Gattungsspezifik und den speziellen Status dieser Texte, die das in Worte zu fassen versuchen, was gemeinhin als unbeschreibbar gilt. Der Autor widerspricht der verbreiteten These von der Unausdrückbarkeit. Er betont die Notwendigkeit des Ausdrucks jener Erfahrung und die Notwendigkeit des Versuchs zu verstehen.

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3 Das Schicksal der Texte

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3 Das Schicksal der Texte

Die Reflexion über die Geschichte der noch erhaltenen Holocausttexte scheint universelle Eigenschaften des jüdischen Schicksals zu bestätigen, wurden die Juden doch stets von der Überzeugung begleitet, dass ein Text, der wahre Worte enthält, kostbarer sei als das Leben. Daraus ergab sich die Notwendigkeit, einen solchen Text um jeden Preis vor Vernichtung zu bewahren.

Die Wertschätzung für Bücher, für das geschriebene Wort wurde unter den Juden zu etwas allgemein Verbreitetem, Alltäglichem. Die tiefen Quellen einer solchen Haltung liegen in der Ehre, welche dem Schriftstück der Tora entgegengebracht wird. Wenn Juden vor Pogromen flohen, wenn sie ins Exil gingen, trugen sie oftmals lediglich eine Schriftrolle mit der Tora bei sich, eingedenk der Worte ihrer Weisen: „Alle heiligen Schriften muss man vor dem Feuer retten“ [Vers der Mischna (Traktat Schabbat); Anm. d. Übers.].

Brände, in denen Bücher vernichtet wurden, ereigneten sich auf dem Weg der Juden überaus häufig. Ryszard Löw fasst die Situation in seiner Skizze O (żydowskiej) miłości do (hebrajskich) ksiąg [Von der (jüdischen) Liebe zu den (hebräischen) Büchern] wie folgt zusammen: „Die Bücher im Besitz der Juden fielen in einem Maße, das anderen Völkern unbekannt ist, Zerstörung und Verlust anheim. In Zeiten von Vertreibung und Flucht gingen Bücher verloren, als sie unter den ersten konfiszierten Gegenständen waren und von ihren Besitzern unter Einsatz deren Lebens beschützt wurden; Bücher gingen unrechtmäßig in den Besitz anderer über. […] Jüdische Bücher wurden vom 12. Jahrhundert an bei periodisch wiederkehrenden Pogromen und Ausschreitungen vernichtet, sie wurden auf den Scheiterhaufen der kirchlichen Inquisition verbrannt. Auch von ihren Besitzern selbst wurden sie manchmal zerstört, die sie eher der Erde übergeben wollten als sie einer aufgepeitschten, die jüdischen Viertel verwüstenden Menge in die Hände fallen zu lassen.“68

Die Zeugen des Holocaust mussten somit den ewigen Kampf um ihre Bücher wiederaufnehmen. Es genügte nicht, Zeugenberichte bloß niederzuschreiben, die beschriebenen Seiten mussten auch geschützt werden. Jeder gerettete Text besitzt seine individuellen Kennzeichen und seine eigene Geschichte. Die besonderen Begleitumstände, unter denen die Texte geschrieben, verwahrt und ←87 | 88→versteckt wurden und die sich teils aus den Bedingungen in Ghetto, Bunker oder Versteck und teils durch Zufall ergaben, stellen bei jedem einzelnen von ihnen eine unvergleichliche Aura her. Die Wirklichkeit, in der sie entstanden sind, beeinflusst sowohl ihre äußerliche als auch innerliche Gestalt – die materielle Substanz eines Textes und seine sprachlichen Regeln. Dieses tief eingeprägte Mal der Zeit lässt sich als gemeinsames Kennzeichen vieler Zeugnisse erkennen, wenn es auch bei jedem Text auf bestimmte Weise einzigartig ist.

Der Leser wird bei der Lektüre derartiger Texte gewissermaßen in doppeltem Sinne in medias res eingeführt. Erstens verfolgt er die wieder heraufbeschworenen Ereignisse von „damals dort“. Zweitens befasst er sich mit einem Erlebensmoment der dargestellten Welt, der in höchst aktuellem Zustand – also ebenfalls damals dort – festgehalten worden ist. Jene Texte bescheinigen nämlich nicht nur die geschilderten Ereignisse, Gefühle und Gedanken, sie werden vielmehr – in ihrer substanziellen Existenz – zum Zeugnis. Damit sind sie nicht bloß eine Kombination sprachlicher Zeichen, die sich auf eine außersprachliche Wirklichkeit beziehen, sondern stellen selbst eine besondere Art der Wirklichkeit dar. Kostbar werden sie nicht nur durch das, was sie erzählen, sondern auch dadurch, dass sie überhaupt existieren. Das geschriebene Wort nimmt das Gewicht der Sache selbst an. Es kündet nicht nur von Fakten, sondern ist selbst Faktum. Wie die materiellen Gegenstände, die die Katastrophe überdauert haben, bekommen diese Texte einen Wert bereits dadurch, dass sie existieren, dass sie in der Gestalt überdauert haben, welche ihnen jene Menschen gaben, jene Zeit. So erlangen sie einen Doppelbezug: Erstens verweisen sie auf ihren Autor und die von ihm erlebte Welt, zweitens verweisen sie auf sich selbst als auf einen Gegenstand, der selbst eine Spur, ein Krümchen des Vergangenen ist. Damit sind sie nicht nur ein „sprachlicher Ausdruck des Gewesenen“, sondern auch ein „Sein an sich“, ein Stück jener Existenz69.

Die dem Forscher heute zugänglichen Texte konnten dank einer geheimnisvollen Schicksalsfügung, dank einer Laune des Zufalls oder auch dank der ←88 | 89→Entschlossenheit, des Mutes und der Opferbereitschaft vieler Menschen überdauern. Meistens sind wir heute nicht mehr in der Lage zu sagen, warum und wie ihre Rettung tatsächlich vor sich ging. Entscheidend ist die Tatsache, dass die Texte überdauert haben. Mit diesem Bewusstsein gehen wir an die Lektüre und blättern durch die vergilbten Seiten eines karierten Heftes oder einige lose, mit Kopierstift beschriebene Zettel, die Spuren von Rost oder Schimmel tragen. Hinter jedem dieser Flecken, hinter jedem Riss und jeder Verschmutzung steht eine eigene Geschichte, ein eigenes Drama.

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Geschrieben wurde auf allem, was zu bekommen war und worauf sich eine Spur von Buchstaben hielt. Abram [Abraham] Kajzer, ein Weber aus dem Ghetto Litzmannstadt in Łódź, schrieb auf Fetzen von dickem grauem Papier und alten Zementsäcken.

Jeden Tag zog ich mich auf die Latrinen des Lagers zurück – bekennt der Autor des Tagebuchs – und notierte rasch meine neuesten Erlebnisse. Die Notizen versteckte ich an irgendeiner Stelle, und wenn die Nachricht kam, dass ich in ein anderes Lager verlegt werden sollte, holte ich sie alle hervor und nagelte sie unter das Latrinenbrett.70

Der Autor überlebte. Nach dem Krieg fuhr er mit dem Fahrrad die meisten Lager ab, in denen er interniert gewesen war, und holte die versteckten Zettel hervor. Der Rabbiner Ephraim Oshry überlebte das Ghetto Kauen [in Kaunas; Anm. d. Übers.]. Die Juden wandten sich häufig mit Fragen an ihn; er schrieb diese Fragen und seine Antworten auf Papierfetzen, die er heimlich von Zementsäcken abriss und anschließend in Büchsen verbarg, welche den Krieg überdauerten71. Gustawa Dränger, Aktivistin der Jüdischen Kampforganisation ŻOB in Krakau, schrieb im Gefängnis während der Ermittlungen auf Streifen von Toilettenpapier und verschiedenen anderen Papierfetzen72. Zwischen Abfällen in den ←89 | 90→Ruinen des Ghettos von Łódź wurde ein hebräisches Buch gefunden, und darin auf einer unbedruckten Seite eine handschriftliche Notiz über die „Aktion“, die gerade im Gange war. Die Notiz bricht mitten im Satz ab73.

Im Ghettoarchiv befinden sich Drucke, maschinengeschriebene Dokumente und handgeschriebene Manuskripte. Die einzelnen Handschriften liegen gewöhnlich in Form von mehreren verschieden großen Blättern aus Schul- oder Notizheften vor, manchmal sind es auch nur abgerissene Papierstücke mit ausgefransten Rändern. Zum Beispiel ist auf 32 losen Blättern aus einem karierten Heft mit Kopier- und Bleistift der Bericht eines unbekannten Autors über die erste Liquidierungsaktion (22. Juli – 21. September 1942) (Ring II, 196) festgehalten. In zwei Heften mit verblichenen violetten Umschlägen hielt ein unbekannter Werkschutzmann [im Orig. deutsch] aus dem Shop der OBW mit schwarzer Tinte auf einem ungewöhnlichen, länglich karierten Papier seine Erlebnisse während des sog. Kocioł na Miłej74 fest (6.12.–September 1942) (Ring II, 203).

Einige Dokumente sind auf unterschiedlichen Typen von Makulatur verfasst, auf der Rückseite von Firmendokumenten oder auf herausgerissenen Seiten aus Buchhaltungsheften, mit sichtbaren Linien und Aufdrucken. Emanuel Ringelblum schrieb einen Teil seiner Notitsn auf die Rückseiten von Etiketten, zum Beispiel von Weinflaschen der Marke „Wermut-Santoza“, oder auf alte Papiere aus der Arztpraxis.

Im zweiten Teil des Ghettoarchivs ist die Notiz eines unbekannten Verfassers enthalten; sie steht auf einer Armbinde aus weißem Karton, wie sie die Mitarbeiter des „Czyste“-Spitals beim Dienst auf dem Umschlagplatz trugen. Auf der Innenseite sieht man einen roten Davidstern, einen schwarzen Aufdruck „Seuchen-Krankenhaus »Czyste«“ und einen runden roten Stempel des Spitals. Die Notiz mit blauem Bleistift befindet sich auf der anderen Seite:

9. September 1942, 6 Uhr – Frau und Schwestern.

10. September 1942 – Eltern.75

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Karol Rotgebers Tagebuch setzt sich aus 15 Heften zusammen. Die dem Autor offenstehenden Möglichkeiten der Niederschrift erzwangen eine solche Unterteilung des Textes. Jedes Heft beginnt mit einer längeren oder kürzeren, Rotgebers 13-jährigem Sohn gewidmeten Apostrophe sowie einer religiösen Anrufung; jedes stellt einen eigenen Teil oder ein eigenes Kapitel dar. Die Unterteilung ist jedoch nicht inhaltlicher, sondern rein formeller Art: Es war einfach nicht mehr Platz im Heft. Begann er ein neues Heft, versah der Autor den Text wieder mit den Anfangssignalen.

Adam Czerniaków schrieb in schwarz eingebundene Notizhefte mit einem Format von 9,8×16,5 cm. Insgesamt waren es neun. Eines ging im April 1941 bei der Verhaftung des Autors durch die Gestapo verloren. Acht Hefte sind noch erhalten, sie umfassen insgesamt 1.056 Blätter. Dawid Sierakowiaks Tagebuch gelangte in Gestalt zweier eng beschriebener Schulhefte zu uns, die gleich nach dem Krieg durch Zufall in Łódź entdeckt wurden.76 Marian Berlands und Leon Najbergs Erinnerungen füllten zahlreiche Notizhefte. Jedes Mal, wenn Berland ein Heft beendet hatte, übergab er es seinen Beschützern, die das gesamte Manuskript aufbewahrten; Najberg wiederum brachte jedes vollgeschriebene Heft selbst in Sicherheit.

Ringelblums Handschriften sind extrem schwer zu entziffern. Verfasst in eiligen, undeutlichen kleinen Buchstaben, häufig auf zufällig gefundenen Papierfetzen oder am Rand von anderen Drucken und Notizen, von Feuchtigkeit angegriffen stellen sie für den Herausgeber eine echte Herausforderung dar77. Czerniakóws Handschrift ist ebenfalls sehr unleserlich, und in seinem Text wimmelt es von Streichungen, Korrekturen und unklaren Abkürzungen.

So sehen die Schriften der Opfer aus. Die Schriften der Henker sind anders. Jürgen Stroops Bericht über die Niederschlagung des Warschauer Ghettoaufstands besteht aus drei Teilen: einer allgemeinen Einleitung, Tagesberichten und einem ikonographischen Teil mit einer photographischen Dokumention ←91 | 92→der „Großaktion“. Das maschinengeschriebene Schriftstück ist durchschnittlich, weicht in nichts vom bürokratischen Muster eines pedantisch angefertigten Dokuments ab. Graphisch ungewöhnlich ist Stroops Rapport einzig dank der sorgsamen Bindung und Ausschmückung. Der Titel Es gibt keinen jüdischen Wohnbezirk in Warschau mehr! ist in einer stilisierten gebrochenen Schrift gehalten. Die dem Bericht beigefügten Photographien sind gewissenhaft geordnet, eingerahmt und mit Bildunterschriften versehen. Jedes Bild besitzt eine eigene, ebenfalls in gebrochener Schrift gehaltene Unterschrift. Der dicke, kunstvoll in Ziegenleder gebundene Band ruhte, bis die 7. US-Armee das Gebiet einnahm, friedlich auf einem Bücherregal in General Stroops bayerischer Villa. Er wurde dem Beweismaterial für den Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher und für Stroops Warschauer Prozess beigefügt.78

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Viele Autoren vergruben ihre Texte in dem Glauben, auf diese Weise deren Überdauern zu sichern. Ludwik Landaus Manuskript Kronika lat wojny i okupacji umfasst die Zeit von September 1939 bis Dezember 1942; er steckte es in Metalldosen und vergrub diese auf dem Gelände der Freien Polnischen Universität an der Opaczewska-Straße. Die Fortsetzung seiner Kronika, die er bis zum Februar 1944 anlegte, versteckte Landau zusammen mit einigen abgetippten Anfangsstellen unter der Kohle im Keller eines Hauses in Włochy, wo er damals wohnte. Die Papiere unter der Kohle hielten sich, der Chronikteil jedoch, den er bei der Opaczewska-Straße vergraben hatte, konnte später nicht mehr aufgefunden werden79. Landaus monumentales Werk wurde 1962 in drei Bänden herausgegeben. Henryk Bryskiers Tagebuch überdauerte in einer Karbiddose, die er im Keller eines Hauses in Praga verbarg, in dem er und seine Tochter auf die Befreiung warteten. 1947 übergab Bryskiers Tochter das Tagebuch ihres Vaters an das Archiv des Jüdischen Historischen Instituts. Eugenia Szajn-Lewin brachte ihr im Ghetto entstandenes Manuskript in einer Wohnung in der Puławska-Straße unter, wo sie sich nach ihrer Flucht auf die arische Seite versteckte; es lag in einem geheimen Fach unter dem Fußboden. Die Verfasserin kam im August 1944 beim Warschauer Aufstand um. Ihre Schwester kehrte im Januar 1945 in das noch stehende Haus in der Puławska-Straße zurück und holte die zusammengerollten ←92 | 93→Blätter. Jahre später übergab sie das Original des Manuskripts, nachdem sie eine Abschrift angefertigt hatte, an die in Frankreich lebende Tochter der Verfasserin. Dort ging das Schriftstück verloren, jedoch wurde der Text auf Grundlage der Abschrift im Jahr 1989 veröffentlicht. Jizchak Katzenelson versteckte sein Manuskript mit dem Großen Gesang vom ausgerotteten jüdischen Volk in drei Flaschen und vergrub diese unter einem Baum im Lager von Vittel. Nach Frankreichs Befreiung wurden die Flaschen ausgegraben, und das darin befindliche Poem erschien bereits 1945 im Druck. Gleichfalls sofort in den Vereinigten Staaten abgedruckt, erschienen in zahlreichen Anthologien wurde es zu einem Klassiker der jiddischen Holocaustliteratur80.

Stanisław Adler verzeichnete von Beginn des Krieges an Notizen, verlor sie und machte neue. Sein Schreiben vergleicht er mit Penelopes Webarbeit: „[M]‌eine Schriften glichen, wie sich zeigte, Penelopes Totentuch; kaum hatte ich ein Stück fertiggestellt, zwang mich das Schicksal, mein Manuskript zu vernichten“ (S. 3).

Die Aufzeichnungen aus den ersten Kriegsmonaten warf ein Grenzwächter in den Ofen, als der Autor von der sowjetischen Besatzungszone nach Warschau überwechselte. Den rekonstruierten Text verlor Adler beim Übergang ins Ghetto 1941 ein weiteres Mal. Bei der Deportation fertigte er rasche Notizen an, die er bei seiner Flucht aus dem Ghetto im Februar 1943 „den Wölfen zum Fraß vorwerfen“ musste. Seine mittlerweile vierte Tagebuchversion vergrub Adler unter dem Fußboden einer Villa in Anin. Das Manuskript, das auf diese Weise überdauerte, übergibt der Verfasser im Mai 1946 auf dem Warschauer Bahnhof an seine Freundin Ludmiła Zeldowicz, „Lola“, als er selbst nach Palästina ausreist. Adlers auf Polnisch verfasstes Tagebuch erschien 1982 in Jerusalem in englischer Übersetzung81.

Der letzte, auf den 4. August 1942 datierte, Eintrag in Chaim Aron Kaplans Tagebuch – „In den Abendstunden“ –, der sprichwörtlich letzte Satz des Textes, lautet: „Wenn mein Leben endet – was wird aus meinem Tagebuch werden?“ (Buch der Agonie, S. 404). Während die drohende Deportation näherrückte, wuchs auch Kaplans Angst um sein Tagebuch – die größer war als die Angst um sein Leben. Der Text überdauerte. Seine hebräische handschriftliche Fassung ist sauber, ohne Streichungen und Korrekturen. Festgehalten in zahlreichen kleinen Notizheften wurde das Tagebuch zur Gänze durch die Mauer geschmuggelt, noch vor der großen Liquidierungsaktion. Der Autor gab das Manuskript ←93 | 94→seinem Freund Rubinstein mit, der als „placówkarz“ jeden Tag zur Arbeit auf der arischen Seite ging – und dabei ein Notizheft nach dem anderen unter seiner Kleidung hinausschmuggelte. Entgegengenommen wurden die Hefte von einem Polen, der mit dem Ghettountergrund in Verbindung stand, Władysław Wojcek. Nach dem Krieg half Wojcek, der beim Bau der Wohnsiedlung Muranów mitarbeitete, bei der Entdeckung des zweiten Teils des Ringelblum-Archivs. 1952 händigte er dem damaligen Direktor des Jüdischen Historischen Instituts, Prof. Bernard Mark, einen Teil der von ihm aufbewahrten Notizhefte Kaplans aus – die Aufzeichnungen aus den Jahren 1940 und 1941. Warum er die restlichen Hefte weiterhin in einer leeren Petroleumdose auf dem Grundstück des Bauernhofs seines Vaters beließ, ist nicht bekannt. 1962 emigrierte Wojcek mit Frau und Tochter in die USA. Mit einem Empfehlungsschreiben von Prof. Mark wandte er sich an Abraham Katsh von der New York University, bat um Unterstützung bei der Arbeitssuche. Das Gespräch wurde mit einer Transaktion beschlossen: Für die New York Library of Judaica and Hebraica kaufte Katsh dem frischgebackenen Immigranten ein gutes Dutzend von Kaplans Notizheften ab – die Jahrgänge 1935–1936, 1939, einen Teil von 1940 und einen Teil von 1942. Wojcek erklärte, er habe die Handschriften nicht mehr zum Jüdischen Historischen Institut in Warschau bringen können, da es ihm erst kurz vor seinem Abflug in die Staaten gelungen sei, sie aus der vergrabenen Petroleumdose zu befreien. Diese Erklärung klingt, gelinde gesagt, seltsam. Man darf annehmen, dass Wojcek in seinem neuen Leben als Immigrant irgendein As im Ärmel haben wollte. Bei den Textteilen in Warschau und New York handelte es sich noch immer nicht um das gesamte Dokument. Es fehlten die Aufzeichnungen vom 4. April 1941 bis zum 2. Mai 1942. Abraham Katsh, der englische Übersetzer und Herausgeber von Kaplans Tagebuch, äußerte 1966 die Hoffnung, dass die fehlenden Textteile früher oder später wieder ans Tageslicht gelangen würden. Und tatsächlich, schon sieben Jahre später kann Katsh eine zweite, vervollständigte Ausgabe des Tagebuchs herausgeben, ergänzt um das letzte fehlende Kettenglied – die Aufzeichnungen aus 13 Monaten (4. April 1941–2. Mai 1942). Er hatte sie von Israel Gutman vom Mordechaj-Anielewicz-Gedenkinstitut in Israel bekommen82.

Das Manuskript von Janusz Korczaks Erinnerungen gelangte zunächst in die Hände Igor Newerlys, anschließend Maria Falskas, schlussendlich wurde es im Gebäude des Kinderheims Nasz Dom in Bielany eingemauert, das 1928 eigens ←94 | 95→für das von Falska geleitete Heim errichtet worden war83. Unter bislang nicht geklärten Umständen konnte der Teil von Korczaks Schriften, der aus dessen letzten Lebensmonaten stammte, überdauern und wurde erst 1988 von einer geheimnisvollen Person, die sich Anonymität auserbat, der Korczak-Gesellschaft in Israel überreicht. Die Materialien wurden 1992 von der Korczak-Werkstatt des Warschauer Instituts für Bildungsforschung veröffentlicht. Wie die Papiere überdauerten und welchen Weg sie zurückgelegt haben, ist unbekannt. Vielleicht waren sie in dem geheimnisvollen Koffer, in dem das Archiv des Waisenhauses Dom Sierot verpackt worden sein soll. Einer Version des Geschehens zufolge soll der langjährige Erzieher Michał Wróblewski die zurückgelassenen Dokumente in den Koffer gelegt haben, als er am 6. August in das leere Waisenhaus zurückkehrte. Dieser Koffer wurde dann an unterschiedlichen Orten versteckt, bis sich seine Spur verlor. Eine andere Version gibt Dr. Anna Margolisowa an. Im Dom Sierot, das nach der Deportation sämtlicher Bewohner leer stand, soll sie einem Jungen begegnet sein, der nach seiner nächtlichen Arbeitsschicht außerhalb des Ghettos niemanden mehr im Haus antraf und nun Korczaks Unterlagen in einen Koffer packte, um ihn auf die arische Seite hinüberzubringen. Weder Koffer noch Unterlagen wurden später je wieder gesehen, bis sie schließlich nach 46 Jahren wieder auftauchten. „Wir wissen nicht“, gibt Aleksander Lewin, der wissenschaftliche Redakteur der Ausgabe, allerdings zu bedenken, „ob das tatsächlich derselbe Koffer und dieselben Materialien sind“.84

Das Schicksal des Tagebuchs des Adam Czerniaków ist ebenfalls äußerst geheimnis-, wenn nicht gar skandalumwittert. Jahrelang galt es als unwiederbringlich verloren. Erst 1964 wurde das Manuskript von der staatlichen Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem jemandem in Kanada abgekauft, für einen sehr hohen Preis. Marian Fuks, der Herausgeber des Tagebuchs in Polen, rekonstruiert den möglichen Weg des Schriftstückes wie folgt: Czerniakóws Witwe entkam dem Ghetto und versteckte sich, solange der Krieg dauerte, bei Freunden auf arischer Seite. „1947 oder später“, schreibt Fuks, „meldete sich Dr. Felicja Czerniaków beim Jüdischen Historischen Institut in Warschau mit dem Angebot […]. Wie die Materialien nach Kanada gelangten, weiß man nicht.“85

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Ein eigenes Kapitel ist die Geschichte der Sammlungen des Untergrundarchivs des Warschauer Ghettos. Sie wurden fast von Kriegsbeginn an zusammengestellt (Ringelblum legt seine Notitsn ab dem September 1939 an) – in systematischer und organisierter Weise von 1940 an, seit der Gründung des auf Ringelblums Betreiben hin gegründeten Untergrundarchivs und Dokumentationszentrums Oneg Schabbat. Ringelblum wusste, dass viele Zeugnisse nicht gerettet werden konnten, dass viele Texte unwiederbringlich verloren gingen:

Bücher, Bilder, Manuskripte wurden in die Hinterhöfe geworfen und dann zusammen mit den Abfällen entsorgt oder auch mitten auf dem Hof verbrannt – beschreibt er die Landschaft des Ghettos während der großen Liquidierungsaktion. – So wurden die Manuskripte von Sz. Gilbert zerstört, der während des Krieges ohne Unterlass schrieb, und zwar stets über die aktuellen Themen. Dasselbe geschah mit Izrael Szterns Werken aus der Kriegszeit […] [und] mit den Tagebüchern anderer Personen. Samuel Hirszhorns Tagebuch kam irgendwo abhanden. Das Tagebuch eines jungen begabten Wirtschaftswissenschaftlers, Menachem Linder, wurde bei der Deportation in einem Moment der Verzweiflung von dessen Ehefrau verbrannt. […] Es war bekannt, dass in Warschau zahlreiche Menschen Tagebuch führten. Doch es zeigt sich, dass nur sehr wenige von der breiten Allgemeinheit wahrgenommen werden. Der Strom der Umsiedlungen reißt alles mit sich, zerstört alles, von nichts bleibt eine Spur. Umsonst schickte man Menschen in die Wohnungen der Deportierten, wo sie nach hinterlassenen Manuskripten suchen sollten. Sie fanden nichts, war doch alles auf den Müll geworfen, alles zerstört und verbrannt worden (Bd. 1, S. 461).

Angesichts eines solchen Ausmaßes der Zerstörung wurden die Dokumente, die glücklich ins Ghettoarchiv gelangten, sorgsamst gehütet. Es galt, sie so abzusichern, dass sie den Krieg überdauern würden.

Am 3. August 1942, als auf den Straßen des Ghettos Blockaden von Häusern stattfanden und vom Umschlagplatz zwei Mal täglich Transporte abgingen, wurde der erste Teil des Archivs im Keller eines Hauses in der Nowolipki-Straße 68 auf dem Grundstück des Shops von Hallmann versteckt. Die vor Feuchtigkeit geschützten Papiere wurden in zehn Metallkisten mit einem Maß von 50 × 30 × 15 cm untergebracht und vergraben. Der zweite Teil der Materialien, verstaut in zwei Milchkannen, wurde Ende Februar 1943 an derselben Stelle verborgen. Den dritten Teil des Archivs brachte Marek Edelman am Vortag des Ghettoaufstands in ein Versteck auf dem Gelände des Bürstenshops an der Świętojerska-Straße 34.

Nach fast genau vier Jahren – am 18. September 1946 – konnten aus den Trümmern die Metallkisten mit dem ersten Teil des Archivs geborgen werden. Am 1. Dezember 1950 fand man an derselben Stelle im Schutt die beiden Milchkannen mit dem zweiten Teil. Der dritte Teil wurde – bis auf ein paar angesengte, ←96 | 97→zwischen den Gesteinsbrocken des Hauses Świętojerska 34 liegende Blätter aus dem Tagebuch von Szmuel [Schmuel] Winter, Mitglied der Jüdischen Gemeinde und zugleich Untergrundaktivist, Betreuer von Oneg Schabbat – nie wiedergefunden.

Michał Borwicz, der dabei war, als das Ghettoarchiv gefunden wurde, beschreibt diesen Augenblick wie folgt:

[I]‌n den Kellerbereich auf dem Gelände an der Nowolipki-Straße, wo früher das Wohnhaus mit der Nummer 68 gestanden hatte, kämpften wir uns durch eine Art Schacht, den wir anlegten, indem wir die aufgehäuften Ziegelsteine beiseite schaufelten. Unter der Erde waren nur zwei Kammern zugänglich, deren Deckengebälk irgendwie durchgehalten hatte; der Rest war vollkommen verschüttet. An welcher Stelle war wohl das Archiv vergraben? Der anwesende Koll. Wasser war auch dabeigewesen, als die Kisten versteckt wurden. Damals jedoch hatte man einen anderen Weg hinein genommen; das erschwerte uns nun die Orientierung. Nach dem „Abbolzen“ des Gebälks begann das Graben: Wir wussten, dass das gesuchte Archiv sich ungefähr einen Meter unter der Bodenfläche befinden konnte. Die Schaufeln tragen einen Dezimeter Erde nach dem anderen ab. […] Da – die Schaufel trifft auf „etwas Hartes“. Kurz darauf kommt die erste Metallkiste zum Vorschein. Danach folgen in Schichten weitere Kisten aufeinander: acht. In der anderen Kammer – zwei weitere.86

Das Ghettoarchiv war somit gefunden, doch das bedeutete noch lange nicht, dass es auch gerettet war. Die Materialien, die unter extrem schwierigen Bedingungen versteckt worden waren, hatten nicht ausreichend gesichert werden können. Die Kisten zuzulöten, hatte man damals nicht mehr geschafft. Wasser war hineingelaufen. Das Papier war aufgequollen und mit Schimmel überzogen, von Photos hatte sich die Emulsion abgelöst, die miserable „Kriegs“-Tinte war zerlaufen. In dieser feuchten, zusammengepappten Papiermasse war eine Botschaft verzeichnet, die es zu entziffern galt.

Die Texte aus dem Ringelblum-Archiv, geschrieben im Angesicht des Holocaust, zusammengetragen und sicher verwahrt unter Lebensgefahr, bestanden im brennenden Ghetto die Feuerprobe und unter dem Ghetto die Wasserprobe, um ihren Weg in der Konservatorenwerkstatt zu beschließen. Zum wiederholten Male vor der Vernichtung bewahrt, begannen sie zu sprechen:

Am 3. August 1942 um zehn Minuten nach halb zwei beende ich mein Schreiben. Ich möchte leben. Nicht nur, weil ich mein eigenes Leben retten will – sondern weil Welt und Menschen unbedingt gewarnt werden müssen!87

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– das ist ein Auszug aus einem Testament, das in einer der Kisten gefunden wurde. Geschrieben hat es der 18-jährige Nachum Grywacz im letzten Augenblick, bevor das Geheimfach zugemauert wurde. Dawid Graber, der ebenfalls bei der Vergrabung des Archivs zugegen war, notierte zweieinhalb Stunden später in seinem Testament:

Die Nachbarstraße ist schon umstellt. Wir spüren alle, es liegt Gefahr in der Luft. Wir stellen uns auf das Schlimmste ein. Beeilen uns. Gleich fangen wir mit den letzten Gruben an [für die Kisten] … Hoffentlich schaffen wir es noch, sie zu vergraben …88

Was wir nicht in die Welt hinausschreien durften, haben wir in der Erde vergraben. […] Auf dass der Schatz in gute Hände gelange, auf dass er bessere Zeiten erlebe, auf dass er die Welt alarmiere, die im 20. Jahrhundert auf Abwege geraten ist.89

Ich möchte den Moment erleben, wenn die von uns versteckten Schätze ausgegraben werden und die Welt die ganze Wahrheit erfährt.90

Heute wissen wir, dass es ihnen gelang. Wir wissen ebenfalls, dass weder Grywacz noch Graber noch ihr ehemaliger Lehrer Izrael Lichtensztajn, der die gesamte Aktion leitete, überlebt haben.

68 R. Löw: Pod znakiem starych foliantów [Im Zeichen alter Folianten], Krakau 1993, S. 37–38; dort finden sich auch andere Gedanken über die Einstellung der Juden zu Büchern, von dort stammt das Zitat der Weisen.

69 Vgl. K. Bartoszyńskis Bemerkungen über die Quellfunktion eines Textes: „Ein Text wird in diesem Fall nicht nur und nicht in erster Linie als Kommuniqué betrachtet, sondern als ein Faktum, das mit Namen wie ‚Zeichenʻ ‚Spurʻ ‚Produktʻ bezeichnet ist. […] [E]‌in Text wird hier als Gegenstand behandelt, aus dem bestimmte Informationen herauszuholen sind, ohne ausschließlich – oder ohne überhaupt – von seinen kommunikativen Eigenschaften (insofern er Kommuniqué ist) und seinen gegenständlichen Bezügen (Referenzialität) Gebrauch zu machen.“ – K. Bartoszyński: „Aspekty i relacje tekstów“ [Textuelle Aspekte und Beziehungen], in: Z. Stefanowska und J. Sławiński (Hgg.), op. cit., S. 59.

70 Dieses Bekenntnis führt der Herausgeber eines Tagebuchs von A. Ostoja an, Vorwort zu: A. Kajzer: Za drutami śmierć [Hinter Stacheldraht der Tod], Łódź 1962, S. 6. Das Tagebuch ist auf Jiddisch verfasst.

71 Siehe N. Solomon: „Czy Szoah wymaga radykalnie nowej teologii“ [Verlangt die Schoa nach einer radikal neuen Theologie], in: W. Chrostowski (Hg.): Żydzi i chrześcianie w dialogu [Juden und Christen im Dialog], Warschau 1992, S. 135. Die Responsen von Rabbi E. Oshry wurden in englischer Sprache herausgegeben: Responsa from the Holocaust, New York 1983, Judaica Press IX.

72 Siehe M. M. Borwicz: „Wstęp“ [Einleitung], in: ders. (Hg.): Pieśń ujdzie cało … Antologia wierszy o Żydach pod okupacją niemiecką [Das Lied entkommt heil und ganz… Anthologie von Gedichten über die Juden unter deutscher Besatzung], Warschau, Łódź, Krakau 1947, S. 33. Der Text erschien 1946, herausgegeben von der Jüdischen Geschichtskommission der Woiwodschaft in Krakau, in einer Bearbeitung von J. Wulf als Pamiętnik Justyny [Justynas Tagebuch]. Die Ausgabe enthält ein Faksimile des handschriftlichen Textes.

73 Siehe M. M. Borwicz: „Wstęp“, in: ders. (Hg.): Pieśń ujdzie cało, op. cit., S. 33.

74 Der „Kessel in der Miła-Straße“: In der Endphase der Deportationen wurden Tausende Ghettobewohner in der Miła-Straße zusammengetrieben, und es fand eine Selektion derjenigen statt, die deportiert werden sollten; Anm. d. Übers.

75 Archiwum Ringelbluma, S. 120. Reproduktion der Armbinde im „Biuletyn ŻIH“ 1969, Nr. 71–72.

76 Erst als ich dieses Buch bereits geschrieben hatte, stieß ich auf die vollständige Ausgabe von Sierakowiaks Tagebuch. Sie war um drei weitere Hefte ergänzt worden, welche ein Lodzer Journalist namens Konrad Turowski 1967 und 1968 gefunden hatte. Der gesamte bis dato aufgefundene Text wurde von Konrad Turowskis Sohn Kamil ins Englische übersetzt und im Herbst 1996 durch die Oxford University Press veröffentlicht.

77 Ich danke Frau Dr. Ruta Sakowska für die Informationen zu Ringelblums Handschriften. Józef Kermisz entzifferte, übersetzte (ins Hebräische), bearbeitete und veröffentlichte die Stimmen Ringelblums an den Rändern anderer Texte in Jerusalem (Information von R. Sakowska).

78 Siehe B. Mark: „Introduction“, in: The Report of Jürgen Stroop Concerning the Uprising in the Ghetto of Warsaw and the Liquidation of the Jewish Residential area, Warschau 1958.

79 Siehe B. Mark: „Introduction“, in: The Report of Jürgen Stroop Concerning the Uprising in the Ghetto of Warsaw and the Liquidation of the Jewish Residential area, Warschau 1958.

80 Siehe S. Liptzin: A History of Yiddish Literature, S. 428.

81 In the Warsaw Ghetto, 1940–1943. An Account of a Witness. The Memoirs of Stanisław Adler, Yad Vashem 1982; Anm. d. Übers.

82 Siehe das Vorwort in: Buch der Agonie, op. cit., S. 9–18; „Introduction“, in: The Warsaw Diary of Chaim A. Kaplan, korrigierte Ausgabe, New York 1973, S. 9, 15.

83 Siehe die Fußnoten der Herausgeber zu: J. Korczak: Pisma wybrane [Ausgewählte Schriften], Bd. 4, hg. von A. Lewin, Warschau 1986, S. 431–432.

84 A. Lewin: „Ostatnie świadectwa“ [Die letzten Zeugnisse], in: Janusz Korczak w getcie. Nowe źródła [Janusz Korczak im Ghetto. Neue Quellen], Warschau 1992, S. 6–8.

85 Siehe die Einleitung von M. Fuks zur polnischen Originalfassung des Tagebuch des Adam Czerniaków, op. cit., S. 14–15.

86 M. M. Borwicz: „Wstęp“, in: ders.: Pieśń ujdzie cało, op. cit., S. 42–43.

87 Zitat nach R. Sakowska: „Wstęp“, in: Archiwum Ringelbluma, op. cit., S. 17 (Übers. aus dem Jiddischen).

88 Zitat nach M. M. Borwicz: „Wstęp“, in: ders.: Pieśń ujdzie cało, op. cit., S. 45 (Übers. aus dem Jiddischen).

89 Zitat nach A. Eisenbach: „Wstęp“ [Einleitung], in: E. Ringelblum: Kronika getta warszawskiego, op. cit., S. 18 (Übers. aus dem Jiddischen).

90 Zitat nach R. Sakowska: „Wstęp“, in: Archiwum Ringelbluma, op. cit., S. 17 (Übers. aus dem Jiddischen).