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Beraten in Interaktion

Eine gesprächslinguistische Typologie des Beratens

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Edited By Ina Pick

Der Band vereint linguistische Analysen und Ergebnisse zum Beraten in verschiedensten Handlungsfeldern wie Medizin, Psychiatrie, Pflege, Recht, Schule und Hochschule, Weiterbildung, Coaching, Philosophische Praxis, Psychotherapie, Supervision, Soziale Arbeit, Gründung und Wirtschaft. Jedes Einzelkapitel bietet eine detaillierte Beschreibung eines Beratungsformates und seiner spezifischen sprachlich-kommunikativen Merkmale. Davon ausgehend wird eine gesprächslinguistische Typologie entwickelt, die den Facettenreichtum des Beratens anhand einer Merkmalsmatrix abbildet. Diese erlaubt, Typen von Beraten zu bestimmen, miteinander zu vergleichen und zu differenzieren. Damit liefert der Band auch wichtige theoretische und methodologische Impulse für gesprächslinguistische Typologisierungsansätze.

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Beratung in der Philosophischen Praxis (Lisa Clemens)

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Lisa Clemens

Beratung in der Philosophischen Praxis

Abstract: This chapter discusses consultations with philosophical counselors as emerging, unsystematic and heterogeneous kinds of counseling. Based on first analyses of actual conversations between philosophical counselors and clients, the author locates this type of consultation along the characteristics of counseling developped by Pick (constellation of the conversation, the problem, the process and the solution). Furthermore, kinds of problems and paradoxa occuring in this type of consultations are discussed.

1. Die Rahmenbedingungen der Philosophischen Praxis

Da es sich bei der Philosophischen Praxis um ein noch sehr junges Beratungsangebot und einen eher ungewöhnlichen Ansatz handelt, sollen in diesem Kapitel zunächst die grundlegenden Rahmenbedingungen dargestellt werden, bevor sich die Beschreibung der Spezifika (Kapitel II) sowie der typischen Paradoxien und Probleme (Kapitel III) anschließen. Ein Fazit entlang der Merkmalsmatrix des Beratens nach Pick 2015 soll den Artikel abrunden.

Die Philosophische Praxis1 zeichnet sich durch folgende Rahmenbedingungen aus:

Erstens: Im Vergleich mit anderen Beratungsformaten wie der medizinischen oder der Rechtsberatung ist der Ursprung der PP noch recht jung. So gab es zwar schon vor der „weltweit ersten Gründung einer solchen Einrichtung“ (Achenbach 1999: 15) durch Gerd B. Achenbach 1981 vereinzelte Bemühungen, die Philosophie in die Therapeuten- und Beraterszene zu integrieren (cf. Hersh 1980, Ruschmann 1999: 7, Staude 2010: 56), doch als berufliches Konzept mit konkreter Umsetzung in einer Praxis ist die Entstehung erst Anfang der Achtziger Jahre zu...

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