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Beraten in Interaktion

Eine gesprächslinguistische Typologie des Beratens

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Edited By Ina Pick

Der Band vereint linguistische Analysen und Ergebnisse zum Beraten in verschiedensten Handlungsfeldern wie Medizin, Psychiatrie, Pflege, Recht, Schule und Hochschule, Weiterbildung, Coaching, Philosophische Praxis, Psychotherapie, Supervision, Soziale Arbeit, Gründung und Wirtschaft. Jedes Einzelkapitel bietet eine detaillierte Beschreibung eines Beratungsformates und seiner spezifischen sprachlich-kommunikativen Merkmale. Davon ausgehend wird eine gesprächslinguistische Typologie entwickelt, die den Facettenreichtum des Beratens anhand einer Merkmalsmatrix abbildet. Diese erlaubt, Typen von Beraten zu bestimmen, miteinander zu vergleichen und zu differenzieren. Damit liefert der Band auch wichtige theoretische und methodologische Impulse für gesprächslinguistische Typologisierungsansätze.

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Beratung in der Schule. Kommunikative Anforderungen und Strategien von Lehrkräften am Beispiel der Lernberatung (Julia Fischbach)

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Julia Fischbach

Beratung in der Schule

Kommunikative Anforderungen und Strategien von Lehrkräften am Beispiel der Lernberatung

Abstract: It is an increasing task for teachers to discuss the learner’s development with pupils and their parents during consultations. Based on real-life examples, this chapter analyses how learning guidance is realised in primary schools and what kind of strategies teachers use to meet the rising communicative challenges.

1. Beraten in der Schule, Beratung von Schülern

Das Beraten in der Schule steht, anders als beispielsweise in psychosozialen Beratungsstellen oder in hochschulischen Schreibzentren, nicht im Zentrum der Arbeit von Lehrpersonen, vielmehr ist es Teil ihres breiten und stetig wachsenden Aufgabenspektrums. Dennoch hat die Beratung unterschiedlicher Akteure auch in diesem Handlungsfeld zunehmend an Bedeutung gewonnen. Bereits in den 1970er Jahren wurden bundesweit Schulpsychologinnen an Schulen eingeführt und Lehrer berufsbegleitend zu Beratungslehrkräften ausgebildet (Grewe 2006). Dieses noch eher problembezogene und therapeutisch orientierte Beratungskonzept ist seitdem um einen präventiven Ansatz ergänzt worden, demzufolge Beratung nicht erst bei schon manifesten Problemen ansetzt, „sondern zum normalen Schulalltag“ (ibid.: 674) dazugehört. Die Aufgabe der Beratung wird damit nicht länger ausschließlich an speziell ausgebildete Kollegen ausgelagert, vielmehr ist sie alltägliche Aufgabe aller Lehrerinnen. Mit diesem erweiterten Konzept wird versucht, dem steigenden Beratungsbedarf auf Seiten der Schüler und Eltern1 gerecht zu werden. Dieser wird zum einen auf gesellschaftliche Entwicklungen zurückgeführt. Schülerinnen haben heute mehr Möglichkeiten...

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