Show Less
Restricted access

Spanische Städte und Landschaften in der deutschen (Reise)Literatur / Ciudades y paisajes españoles en la literatura (de viajes) alemana

Series:

Edited By Berta Raposo and Walther L. Bernecker

Hauptgegenstand dieses Sammelbandes ist die Darstellung spanischer Städte und Landschaften, Reisewege und Kulturdenkmäler in der deutschen Reiseliteratur vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Einige der Beiträge gehen außerdem auf Werke der fiktionalen Literatur ein, deren Handlung in Spanien spielt. In seiner Gesamtheit bietet der Band historische ebenso wie literatur- und kulturwissenschaftliche Fragestellungen und Methoden. Im Ergebnis verstehen die Analysen sich als Beitrag zur Erforschung inter- und transkultureller Beziehungen zwischen der deutschsprachigen Welt und Spanien.

El tema principal de esta obra colectiva es la representación de ciudades y paisajes, itinerarios y monumentos españoles en la literatura de viajes alemana desde la Edad Media hasta la actualidad. Además, algunos de los artículos se ocupan de obras de la literatura de ficción cuyo escenario es España. En conjunto, el volumen reúne planteamientos y métodos histórico-literarios, históricos y de historia de la cultura. Los resultados han de entenderse como una contribución a la investigación de las relaciones interculturales y transculturales entre el mundo germanoparlante y España.

Show Summary Details
Restricted access

Beobachtung und Empfindung: spanische Reise-Impressionen bei Kurt Tucholsky und Wolfgang Koeppen (Gesa Singer)

Extract

Gesa Singer

Europa Universität Flensburg

Beobachtung und Empfindung: spanische Reise-Impressionen bei Kurt Tucholsky und Wolfgang Koeppen

Abstract: Kurt Tucholsky (Ein Pyrenäenbuch: 1927) and Wolfgang Koeppen (Reisen nach Rußland und anderswohin: 1958) have made literary productions of their travel impressions throughout Spain. My essay aims to illustrate how both authors diverge from the general perceptions of the country and its inhabitants.

1. Kurt Tucholsky in Spanien

Der politisch engagierte Journalist Kurt Tucholsky lebte und arbeitete seit 1924 zumeist in Paris und kommentierte (ähnlich wie sein Vorbild Heinrich Heine) von dort aus das politische Geschehen in der Heimat. Nach seiner Ausbürgerung im Zuge der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 fand er in Schweden Exil, wo er jedoch journalistisch verstummte und 1935 starb. Mit seiner bekannten Erzählung Schloß Gripsholm. Eine Sommergeschichte (1931) würde man die heitere amouröse Erzählwelt des Autors eher in Schweden vermuten; Ein Pyrenäenbuch (1927) zeugt aber von seiner Auseinandersetzung mit dem Süden und dem Land, das er hier erstmals kennenlernt: Spanien. Tucholsky leitet seine humoristische Reisebeschreibung mit der Darstellung eines langweiligen Geographieunterrichts ein:

Das kümmerliche Geographiebuch verzeichnete ein paar Namen und stotterte in holprigem Deutsch etwas von ‚Bodenbeschaffenheit‘ und ‚Sardinenhandel‘, der Rote [Spitzname des Lehrers, Anm. d. Verf.] hatte dazu mit dem Rohrstock an der Karte entlanggestrichen, und die Klasse hatte korrekt geschlafen. […] ‚Pyrenäen‘ – das war so eine rostbraune Sache auf der sonst grünen und...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.