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Geheimnisvolles Alsenviertel am Bundeskanzleramt

Helmut Zschocke

Der Ort des Bundeskanzleramts und die daneben liegende Grünfläche des Spreebogens verbergen ein Geheimnis. Sie bildeten das noble Alsenviertel. Dessen letzter steinerner Zeuge ist die Schweizer Botschaft. Viele prominente Persönlichkeiten haben hier gewohnt und gewirkt: Minister, Generäle, hohe Beamte, ausländische Botschafter, Großgrundbesitzer, Unternehmer, Ärzte und Künstler. Hier befanden sich außerdem der kaiserliche Generalstab und das NS-Innenministerium. Die Namen der Bewohner finden sich im Berliner Adressbuch. Aber erst zusätzliche Quellen erhellen die bemerkenswerten, teilweise unbekannten wechselhaften Schicksale so mancher Prominenter. Unter der NS-Herrschaft schlägt die Stunde des Alsenviertels – bereits im Frieden!

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6 Adel und Bürgertum

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Was im Osten in den sechziger Jahren schon weit fortgeschritten ist, beginnt Anfang der siebziger Jahre nun auch im Zentrum: Die Verwandlung des Spreebogens in ein Wohngebiet der besten Gesellschaft mit teilweise palastartigen Wohnhäusern. Dieser Prozess erstreckt sich über einen Zeitraum, der bis in die neunziger Jahre reicht.

Am 1. März 1866 klebt an den Berliner Litfaßsäulen ein Plakat der Baukommission: „Parcellierungs-Plan des fiscalischen Bauviertels III zwischen Schifferstraße und der nach der Alsenbrücke führenden Hauptstraße Nr. 1“ Angekündigt wird für den 20. und 27. März die Versteigerung von Parzellen vor Ort. Die Größe der Bauflächen wird mit 40 bis 70 Quadrat-Ruthen (567 bis 993 Quadratmeter) angegeben.

Parzellierungsplan des Bauviertels III zwischen Schiffer- und Alsenstraße vom 1.3.1866

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